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Deutsch-Israelische Gesellschaft startet Kampagne gegen Berlin-Konzerte von Roger Waters

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg (DIG) will die Konzerte von Rogers im Mai in Berlin verhindern. Hintergrund sei, dass der Musiker seine Konzerte seit langem nutzte, „um schlimme antisemitische Hetze zu verbreiten“ wie die DIG mitteilte.

Ab März geht Roger Waters auf eine ausgedehnte Europa-Tour. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg (DIG) will nun die Konzerte des Pink-Floyd-Mitbegründers im Mai in Berlin verhindern.

So forderte die DIG Berlin und Brandenburg in einem öffentlichen Schreiben vom Dienstag die Anschutz Entertainment Group als Besitzerin der Mercedes-Benz-Arena und den Konzertveranstalter FKP Scorpio auf, zwei für Mai geplante Konzerte des britischen Musikers abzusagen. Hintergrund sei, dass der Musiker seine Konzerte seit langem nutzte, „um schlimme antisemitische Hetze zu verbreiten“ wie die DIG mitteilte. Waters fordere öffentlich zum Boykott Israels in allen Bereichen auf.

Von Mercedes-Benz als Sponsor erwartet die DIG Berlin und Brandenburg zudem eine Erklärung zu dem Auftritt. Laut dpa habe eine Sprecher der Arena mitgeteilt, „die vertraglichen Verpflichtungen mit dem Veranstalter trotz der Kritik erfüllen zu wollen“. Zudem hat die DIG Berlin und Brandenburg ihre rund 1000 Mitglieder per E-Mail über den Vorgang informiert und eine Kampagne gegen das Konzert gestartet.

Bereits im November distanzierte sich Veranstalter FKP Scorpio von Roger Waters‘ politischer Agenda, verwies aber auf bereits bestehende Verträge mit Aufführungsstätten.

Waters will mit dem deutschen Teil seiner ersten Abschiedstour, „This Is Not A Drill“, 2023 nach Hamburg, Köln, Berlin, München und Frankfurt kommen.