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DEAG-CEO Schwenkow kündigt Konsolidierungspause an

2023 soll es bei der DEAG weniger Akquisitionen geben als zuletzt. Dennoch erwartet CEO Peter Schwenkow im neuen Jahr Wachstum, da die neuen Beteiligungen ihren Beitrag leisteten und einzelne Veranstaltungen weiter ausgerollt würden.

Berlin – 2023 soll es bei der DEAG weniger Akquisitionen geben als zuletzt. Dennoch erwartet CEO Peter Schwenkow im neuen Jahr Wachstum, da die neuen Beteiligungen ihren Beitrag leisteten und einzelne Veranstaltungen weiter ausgerollt würden, sagte der DEAG-Chef dem Berliner „Tagesspiegel“. So soll es 2023 statt 19 nunmehr 30 „Christmas Garden“-Shows geben. „Und der Bereich Spoken Word entwickelt sich sensationell in allen Ländermärkten.“ Die DEAG habe die Zeit der Pandemie genutzt, um zuzukaufen, wie Schwenkow ausführt. Man habe allerdings „immer sehr darauf geachtet, niemanden zu übernehmen, der mit dem Rücken zur Wand steht. Wir haben 15 Unternehmen in den letzten zweieinhalb Jahren gekauft, die wir teilweise schon länger erwerben wollten. Covid hat uns insofern geholfen, weil manche der Auffassung waren, dass die Pandemie in einer Gruppe leichter zu ertragen sei als allein. So konnten wir wachsen und haben inzwischen 47 Unternehmen in der DEAG-Gruppe.“

Die Rekordzahlen, die die DEAG für 2022 vorgelegt hat, begründet Schwenkow auch damit, dass die Menschen trotz Corona, Krieg und Inflation Sehnsucht nach Live-Unterhaltung in einer Welt hätten, die durch Corona immer digitaler geworden sei. „Mein alter Lieblingssatz gilt mehr denn je: Eine Eintrittskarte ist ein Versprechen. Und wir haben unsere Versprechen gehalten. Alles, was wir in den Coronajahren verschoben haben, konnten wir 2022 nachholen.“

Das Unternehmen ist nicht nur wegen einer Virus-Versicherung hatte und den staatlichen Hilfen gut durch die Pandemie gekommen, wie Schwenkow betont: „Ja, bei uns war es nicht so eng wie bei manchen anderen. Hinzu kam: Wir hatten immer zumindest ein Land, in dem es keine Covid-Restriktion gab. Als in Deutschland alles ganz furchtbar wurde, war England noch offen. Als es dort schwierig wurde, waren Veranstaltungen in Dänemark möglich und später hat die Schweiz geholfen. Kurzum, wir hatten in den Covid-Jahren 2020 und 2021 immer ein Land, in dem es Geschäft gab.“

Trotz der Erfolge mit Konzepten im Bereich Family Entertainment wie dem „Christmas Garden“ sei aber auch das Rock/Pop-Geschäft nach wie vor wichtig, auch wenn es nur eines von mittlerweile fünf Geschäftsfeldern sei. Dazu zählt Schwenkow auch die „Wachstumssparte“ Arts + Exhibitions und verweist auf die im März anstehende Premiere von „Monet’s Garden“ in der Arches At London Bridge“.