Val Kilmer ist in der Öffentlichkeit damit umgegangen, dass er gegen Kehlkopfkrebs gekämpft hat. In der Doku „Val“ hat er sich selbst dabei gefilmt, wie sehr ihn die Krankheit einschränkte. Am gestrigen Abend ist Kilmer geschwächt durch die Krankheit an einer Lungenentzündung, im Alter von 65 Jahren gestorben.
Zum Ende seiner Karriere kehrte er zu seinen Anfängen zurück. „Top Gun“, bei dem er an der Seite von Tom Cruise in Kampfjets in die „Danger Zone“ flog, machte Kilmer zum Star. 2022 kehrte er zu seiner Rolle als „Ice Man“ in „Top Gun: Maverick“ zurück. Zu diesem Zeitpunkt war Kilmer nur noch bedingt in der Lage, zu sprechen. So nahm Tom Cruise bereits auf der Leinwand Abschied von ihm.
Nach seinen Erfolgen in einigen der größten Actionfilme der 80er und 90er Jahre, wie „Top Secret!“, zeigte Kilmer auch seine dramatischen Fähigkeiten. Im „The Doors“-Biopic spielte Kilmer den Frontmann der Band Jim Morrison. Michael Mann inszeniert Kilmer in „Heat“ als eiskalter Killer. 1995 sollte „Batman Forever“ Kilmer zum Franchisestar machen. Für den Flop des Films wurde Kilmer mitverantwortlich gemacht. Darauf hatte er es schwer, große Rollen zu bekommen.
Beide karrieretechnisch mit dem Rücken zur Wand spielten Kilmer und Robert Downey Jr. ein verschrobenes Ermittlerduo in „Kiss Kiss Bang Bang“. Downey Jr. wurde darauf durch das „Marvel„-Franchise zu einem der bestbezahlten Schauspieler aller Zeiten. In diese Höhen schaffte es Kilmer nicht mehr. Prominent wurde er in „Déjà Vu“ und Werner Herzogs „Bad Lieutenant“ besetzt.
2015 kamen Gerüchte auf, dass Kilmer Krebs haben könnte. Diese wies er erst zurück, bis er 2017 auch in der Öffentlichkeit mit seinem Kehlkopfkrebs umging. Nach dem Hurrikan Katrina gehörte Val Kilmer zu den Unterstützern der Wiederaufbauarbeiten. Kilmer erlebte eine Hollywoodkarriere mit Aufs und Abs. Er blieb jedoch bis zu seinem Ende seiner Leidenschaft fürs Kino und Schauspiel treu. Um es mit den Worten von Tom Cruise in „Top Gun: Maverick“ zu sagen: „Mach’s gut, Ice!“




