Wolfram Weimer wurde am Montag, dem 28. April, von Friedrich Merz als neuer Kulturstaatsminister benannt. Die Berufung des 60-jährigen Journalisten und Publizisten, der unter anderem Chefredakteur von „Welt“ und „Focus“ war, und 2004 von Angela Merkel als Journalist des Jahres ausgezeichnet wurde, deutet auf eine Verschiebung des Schwerpunkts in der Arbeit des Hauses hin. Er bringt keine Politikerfahrung mit.
Weimer gründete 2003 „Cicero, das Magazin für politische Kultur“, und 2012 die Weimer Media Group. In den vergangenen Jahren hatte er sich immer wieder kritisch mit der deutschen Medienlandschaft auseinandergesetzt.
Weimer bezeichnet sich auf seiner Website selbst als Kulturfreund. Öffentlich ist eine besondere Affinität zur Kultur bislang eher nicht bekannt. Zu seinen ersten Auftritten als Kulturstaatsminister würde die Verleihung der Deutschen Filmpreises am 9. Mai 2025 in Berlin gehören. Außerdem wird der Amtsinhaber bei den Filmfestspielen in Cannes erwartet.
Mit der Übergabe des Amtes von Claudia Roth an ihren Nachfolger endet die Zeit von Jens Althoff als Pressesprecher. Sein Vertrag war mit der Zeit von Claudia Roth verknüpft. Für Kontinuität im BKM wird Dr. Andreas Goergen sorgen.
Als neuer Digitalminister wurde der bisherige Chef des Elektronikhändlers Ceconomy, Karsten Wildberger, benannt. Philipp Müller, Geschäftsführer von ANGA Der Breitbandverband, der knapp 200 Unternehmen der Digitalbranche vertritt, äußerte sich positiv auch zu den parlamentarischen Staatssekretären im neuen Digitalministerium, Thomas Jarzombek und Philipp Amthor.







