Auch wenn dieses Jahr kein rundes Jubiläum auf der Reeperbahn ansteht, so bedeutet eine größer werdende Veranstaltung auch größere Herausforderungen. MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger sprach mit Alexander Schulz und Detlef Schwarte über die Finanzierung der Veranstaltung und Fördergelder.
Sind die Bereiche Recorded Music, Verlagsgeschäft und Live gleichwertig auf dem Reeperbahn Festival vertreten?
Schwarte: Historisch kommt das Reeperbahn Festival aus dem Livebereich. In den ersten Jahren war das auch das Segment, aus dem sich der überwiegende Teil der Fachbesucher gespeist hat. Dann aber haben wir schnell bei Recorded und Publishing aufgeholt. Und auch wenn Live immer noch den größten Anteil der Delegierten stellt, fühlen sich die anderen Bereiche auf der Reeperbahn doch inzwischen ebenfalls zuhause. Das Engagement gerade von Vertretern aus Recorded und Publishing, sich bei uns einzubringen, wächst von Jahr zu Jahr. Das gilt aber auch für andere Bereiche, die man begrifflich nur noch schwer fassen kann. So kommen immer mehr Fachbesucher etwa aus den Bereichen Produktion, PR, Marketing und Medien. Jeder, der mit Musik arbeitet, findet letztlich seine Anschlusspunkte auf dem Reeperbahn Festival.
Schlägt sich das auch in der Vielfalt der Konferenzthemen nieder?
Schwarte: Ja. Bei rund 125 Talks, Panels und Workshops ergibt es sich, dass wir eine hohe Bandbreite abdecken. Gleichwohl ist es so, dass wir stets versuchen, nicht den Faden und den Bezug zu den für die Musikwirtschaft relevanten Themen zu verlieren. Deswegen könnte ich bei wohl jedem Panel sagen, wo dort die Verbindung zu den Menschen liegt, die sich beruflich mit Musik befassen. Und selbst Veranstaltungen zu Themen wie Virtual Reality interessieren auch Musik- Professionals, die wissen wollen, was sich hinter diesem Trend verbirgt und ob der für sie relevant sein könnte.
Wie sieht es bei den Keynote Speakern aus?
Schwarte: Wir freuen uns auf vier tolle Keynote- Sprecher und Sprecherinnen: Tony Visconti, Produzent von zahlreichen Weltstars unter anderem aller stilprägenden David-Bowie-Alben. John Giddings, Veranstalter vieler großer Welttourneen der letzten Jahre einschließlich Touren von den Rolling Stones, Madonna, Genesis, Celine Dion, Iggy Pop und David Bowie und Veranstalter des Isle Of Wight Festivals. Lohan Presencer, CEO der Ministry of Sound Group, dem weltberühmten Nachtclub und Dance-Musikunternehmen, das er vor wenigen Wochen an Sony Music verkauft hat. Und Jessica Owen, Rock-Kritikerin und Editorial Director von MTV News Amerika.
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