Am 12. April 2018 verleiht der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) in Berlin den Echo. Im Vorfeld fragte MusikWoche den Vorstandsvorsitzenden des Verbands, Florian Drücke, und Rebecka Heinz, die als Geschäftsführerin die Echo-Geschicke verantwortet, nach ihren Plänen für die 27. Verleihung des Musikpreises: „Die Erwartungen sind groß, und die Messlatte liegt wie immer hoch“, sagt Rebecka Heinz. „Wir haben den Preis nach dem letzten Jahr noch einmal weiterentwickelt und für noch mehr Klarheit gesorgt. Wir haben neue Flächen geschaffen und sind gerade dabei, diese im Detail auszubauen.“
„In den vergangenen Monaten haben wir an vielen Stellen noch einmal hineingehört, diskutiert und nachjustiert“, bestätigt Florian Drücke: „Entsprechend hoch ist auch unsere Erwartung, dass die Veränderungen der Branche und den Gästen auffallen. Auch diejenigen, die sich an uns reiben, sollen wahrnehmen, dass der Echo steht, und wofür er steht, aber eben auch, dass sich etwas verändert hat.“ Unter anderem verweist Drücke auf Veränderungen im Bereich Jury und Jury-Entscheidung: „Das ist viel kleinteilige Arbeit, die aber wie bei einem Eisberg und seiner Spitze für die Allermeisten gar nicht zu sehen ist.“
Damit reagieren die Echo-Veranstalter ganz offenbar auch auf Kritik: „Wir hatten es in der Vergangenheit immer wieder mit dem Vorwurf zu tun, dass wir Kritik nicht annehmen würden“. sagt Heinz. „Das stimmt aber nicht. Wir sehen uns jedes Jahr sehr genau an, was wir tun, und nehmen Kritik ernst, solange sie auch ernst gemeint ist, und wir es nicht bloß mit Zynismus zu tun haben.“ In der Außendarstellung verweist Heinz unter anderem auf das sogenannte Echo Calling. Unter diesem Motto fasst der Verband auf den Onlineseiten des deutschen Musikpreises die am häufigsten zu hörenden Behauptungen rund um den Echo und die Preisvergabe zusammen und beantwortet sie.
Zudem habe der BVMI „den gesamten Prozess der Ermittlung der Preisträger an die GfK übertragen und somit ausgelagert: Wir machen die Richtlinien, haben aber mit GfK Entertainment einen Partner als neutrale Instanz für die Durchführung engagiert.“
Dass der Echo in Zusammenarbeit mit TV-Partner Vox zur Liveshow zurückkehren, sei „eine große Herausforderung“, die ein gutes Zusammenarbeiten aller Partner erfordere, „zumal wir ja zuvor in der Halle wieder ein Dinner ausrichten. Hier muss alles rechtzeitig fertig sein, damit die Sendung beginnen kann“, berichtet Heinz.
Zwar seien die Quoten 2017 nicht so ausgefallen, „wie wir uns das gewünscht hätten“, räumt Florian Drücke ein. Die Entscheidung für die Liveshoe habe aber vielmehr damit zu tun, „die Spannung besser einzufangen, die dadurch entsteht, dass die Gäste noch nicht wissen, wer den Echo gewinnt, weil darüber seit dem letzten Jahr viel stärker als bisher die Jury entscheidet“.
Was Drücke und Heinz außerdem über „eine Stimmung/Bild-Schere“ im vergangenen Jahr, über den Ansatz „Von Musikern für Musiker“, über die Aftershow, die Vereinbarung mit Vox oder die Produktionskosten sagen, lesen Abonnenten in MusikWoche, Heft 14/2018, im livepaper oder .






