Schon für den Deutschen Musikautorenpreis hatte . Dass es nun mit Balbina nur eine Frau auf die Liste der 21 Nominees in sieben Kategorien schaffte, die , lässt die Diskussion erneut hochkochen. Inzwischen meldet sich Jurysprecher Simon „Sera Finale“ Müller-Lerch zu Wort:
„Für mich hat Musik nichts mit Mann oder Frau zu tun, sie ist gut oder eben nicht, zieht dich mit oder lässt dich links liegen“, schreibt der Künstler in einem Beitrag auf den Facebook-Seiten der GEMA. Das vorherige Posting zu den Nominierungen für den Musikautorenpreis bringt es dort inzwischen auf 110 Shares und zumeist traurige oder wütende Reaktionen und Kommentare. „Es wäre Musik gegenüber nicht fair und aufrichtig, danach zu urteilen, ob ein Mann oder eine Frau sie geschrieben hat“, kommentiert Sera Finale.
Das Thema Gleichberechtigung müsse ganz oben stehen, sollte allerdings in diesem Fall von den richtigen Seiten beleuchtet werden, mahnt der deutsche Rapper und Songwriter an, der unter anderem mit Udo Lindenberg an dessen Album „Stärker als die Zeit“ mitwirkte oder mit Künstlern wie Adel Tawil, Sido, Beatrice Egli, Deichkind und Yvonne Catterfeld textete.
In der von ihm betreuten Kategorie Text HipHop gebe es in Deutschland aber „leider sehr wenige Frauen, so gut wie keine Nominierung für eine Songwriterin für HipHop/Rap wurde eingereicht“, schreibt Sera Finale. „Das ist sehr schade. Nach der Preisverleihung lege ich sehr gerne meine Liste offen und stehe Rede und Antwort im Hinblick auf meine Entscheidung.“
Sera Finale streicht heraus, dass er bei der Auswahl der Nominierten auf die Vorschläge reagiert habe, die aus der Musikbranche, von Verbänden, Verlagen und Musikschaffenden selbst eingereicht wurden. „Als Mitglied einer Jury sehe ich es nicht in meiner Verantwortung, selber Vorschläge mit einzubringen, es könnte hinsichtlich einer objektiven Entscheidung immer falsch ausgelegt werden. Das wollte ich unbedingt vermeiden.“
Zudem macht der Jurysprecher klar, dass die Juroren beim Deutschen Musikautorenpreis „aus den Kreisen der Musikautoren und Musikautorinnen gewählt“ selbst würden, und nicht „wie viele vielleicht annehmen, von der GEMA direkt“.






