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Die Reeperbahn wird wieder zum Club

Kurz vor dem elften Jahr sieht es gut aus für das Reeperbahn Festival. Die Veranstalter in St. Pauli haben zum einen die Kapazitäten für den Livebereich erhöht und wollen auch mit einer Vielzahl von angedockten Events und Konferenzen der Themenvielfalt der modernen Kreativwirtschaft Rechnung tragen.

Kurz vor dem elften Jahr sieht es gut aus für das Reeperbahn Festival. Die Veranstalter in St. Pauli haben zum einen die Kapazitäten für den Livebereich erhöht und wollen auch mit einer Vielzahl von angedockten Events und Konferenzen der steigenden Themenvielfalt der modernen Kreativwirtschaft Rechnung tragen.

„Wir liegen im Vergleich mit dem Vorjahr zum jetzigen Zeitpunkt zehn bis 15 Prozent über den Anmeldezahlen“, freut sich Detlef Schwarte, Geschäftsführer Reeperbahn Festival, im Gespräch mit MusikWoche. Er sei zuversichtlich, dass sich dieser Trend bis zur Veranstaltung durchziehen werde. „Es sieht also durchaus gut aus.“ Gleichwohl bringen steigende Zuschauerzahlen auch neue Herausforderungen mit sich – etwa bei Kapazitätsfragen. Das Limit sei jedoch nicht erreicht, wie Schwarte ausführt: „Bei der Konferenz haben wir noch genügend Platz, was auch daran liegt, dass wir ein sehr vielfältiges Angebot mit vielen Veranstaltungen haben, sodass sich die Fachbesucher recht gut über die verschiedenen Locations der Konferenz verteilen. Auch die Räumlichkeiten für Panels, Sessions und Workshops reichen noch aus.“

Alexander Schulz, Geschäftsführer Reeperbahn Festival, ergänzt: „Im Programmbereich, der für Fachbesucher und Fans gleichermaßen zugänglich ist, haben wir die Kapazitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut erhöht. Die uns täglich zur Verfügung stehende Kapazität von circa 12.000 Besuchern ist am Freitag und Samstag bereits ausgeschöpft.“

Am Donnerstag habe man die Kapazität von 7000 auf 9000 angehoben, am Mittwoch von 4000 auf 7000. Daraus ergibt sich in diesem Jahr eine Gesamtkapazität von 40.000 Besuchern. Inhaltlich wächst der Konferenzteil auch durch weitere, angedockte Events. Eine Gefahr, dadurch den Kern des Reeperbahn Festivals aus den Augen zu verlieren, sieht Schwarte indes nicht. „Der Anspruch des Reeperbahn Festivals ist es, die gesamte Branche mit all ihren verschiedenen Teilbereichen abzubilden. Dieses Konzept hat sicherlich gewisse Grenzen, andererseits kommen ja auch in der Musikwirtschaft immer neue Bereiche hinzu, die wir dann auf der Konferenz abdecken wollen. Man denke nur an die technologiegetriebenen, digitalen Branchenbereiche.“ Dieser Erweiterungsprozess innerhalb der Kreativwirtschaft spiegele sich auch im musikalischen Spektrum wider. Ein Beispiel dafür sei 2016 die klassische Musik in ihren modernen Spielarten mit den dahinter stehenden Wirtschaftszweigen, die man unter der Überschrift „The State Of Modern Classical Music“ in den Fokus rücke.

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