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Bayerische Verdienstmedaille für Leslie Mandoki

Im Rahmen einer Feierstunde im Münchener Prinz-Carl-Palais verlieh die bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten Beate Merk am 17. Mai die Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa an den Musiker und Produzenten Leslie Mandoki.

Im Rahmen einer Feierstunde im Münchener Prinz-Carl-Palais verlieh die bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten Beate Merk am 17. Mai 2017 die Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa an den Musiker und Produzenten Leslie Mandoki.

„Als „bayerischer Ungar“ sei Leslie Mandoki ein glaubwürdiger Streiter für ein geeintes Europa, so Merk. Den Eisernen Vorhang habe er von beiden Seiten erlebt. „Er baut seit jeher mit seiner Musik Brücken zwischen den Völkern“, sagte die Ministerin. „Nach dem Ende des Kommunismus brannte er auf ein Konzert in seiner Geburtsstadt Budapest. Zusammen mit Freunden aus der internationalen Rock- und Jazzelite hat er dort das Sziget-Festival eröffnet. Auch im August 2017 kommen wieder hunderttausende junge Menschen aus ganz Europa auf der Freiheitsinsel mitten in Budapest zusammen.“

Mandoki bringe zudem „in einem der bedeutendsten europäischen Tonstudios im beschaulichen Tutzing am Starnberger See“ regelmäßig Rockstars aus Europa und der ganzen Welt zusammen. „Respekt und Anerkennung für sein Engagement“, forderte Beate Merk dafür ein.

Mandoki, der als dreijähriger Junge in Budapest auf den Schultern seines Vaters den Anfang des Studentenaufstandes von 1956 gegen die kommunistische Diktatur erlebte, sagt heute: „Als Deutscher bin ich dankbar und glücklich für den historischen Moment, als die Berliner Mauer auf friedliche Art fiel. Und als gebürtiger Budapester freue ich mich, dass es ausgerechnet die Ungarn waren, die damals ihre Grenzen öffneten und damit den Eisernen Vorhang zum Einsturz brachten. Daher ist es mir ein Bedürfnis, in Europa Brücken zu bauen, wo auch immer Risse auftreten.“

„Die Faulheit des Denkens blockiert die Erkenntnis“, meint Mandoki. „Gerade in Zeiten von Echokammern, Filterblasen und alternativen Fakten fühlen wir renitenten musikalischen Rebellen und idealistischen Freidenker uns wieder in der Pflicht. Dabei reklamieren wir nicht die allein objektive Wahrheit für uns, sondern versuchen einfach, authentisch und ehrlich zu sein. Wir treten ein für gemeinsame europäische Werte. Für freie Menschen in einem freien Europa. Ein buntes, tolerantes und freiheitsliebendes Europa, das nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs zusammenwachsen konnte.“

Mandoki floh als junger Jazzrock-Musiker 1975 aus dem kommunistischen Ungarn in den Westen. Als Musiker und Musikproduzent ist er seither international erfolgreich unter anderem durch seine Arbeit mit Phil Collins, Lionel Richie oder Jennifer Rush. Sein eigenes Bandprojekt seit über 25 Jahren sind die ManDoki Soulmates, deren prominente Protagonisten wie Michael Brecker, Till Brönner, Klaus Doldinger, Ian Anderson (Jethro Tull) oder Bobby Kimball (Toto) es gemeinsam auf 35 Grammys und unzählige Gold und Platin-Auszeichnungen bringen.

Nach seinem ersten Buchprojekt „Sehnsucht nach Freiheit“ und einer im vergangenen Jahr im Fernsehen ausgestrahlten gleichnamigen Arthaus-Doku spielte Mandoki dieses Jahr mit seinen Soulmates drei umjubelte exklusive Konzerte in drei europäischen Metropolen was Europaministerin Merk bei der Auszeichnung ebenfalls aufgiff: „Mit Konzerten wie ‚Wings Of Freedom – A Story Of Mother Europe‘ in Paris, London und Berlin trägt er europäischen Spirit in die Herzen der Menschen.“