“Die Pianistin und Komponistin Julia Hülsmann macht ihre Musik nicht nur für einen Teil der Jazz-Szene, sie verbindet viele Szenen und öffnet sich nach vielen Seiten“, heißt es in der Jury-Begründung: Julia Hülsmann spreche „in einer sanften und insistierenden Art ein Publikum auch weit jenseits der Jazz-Bubbles“ an, habe mit ihren eigenen Ensembles „Stetigkeit in der künstlerischen Arbeit bewiesen“ und sei zudem „früh ein Role Model für jüngere Jazzmusikerinnen“ geworden: „Als Lehrende fördert sie die junge Generation und als engagierte Musikerin hat sie sich auch in mehreren Gremien für die Besserstellung von Jazzmusiker:innen eingesetzt. Ihre Strahlkraft wirkt weit über den Berliner Raum hinaus.“
Die mit Marie Blobel (Festival-Leiterin der Jazzwerkstatt Peitz), Oli Bott (Vibraphonist und Komponist), Andreas Brandis (Labelchef ACT), der Journalistin Victoriah Szirmai, Dirk Hühner (rbb, Vorsitz) und Claudia Schurz (Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, ohne Stimmrecht) besetzte Jury hatte zuvor eine Shortlist erarbeitet, auf der neben Julia Hülsmann auch Kalle Kalima, Julie Sassoon, Fabiana Striffler und das Moses Yoofee Trio zu finden waren.
Die Verleihung des gemeinsam von radio3 vom rbb und der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vergebenen Jazzpreises Berlin findet im Rahmen eines öffentlichen Konzerts am 16. Juni im Kleinen Sendesaal des rbb statt; das Konzert von Julia Hülsmann wird zudem live auf radio3 übertragen.
Die ersten beiden Berliner Jazzpreise gingen 2017 an Gebhard Ullmann und 2018 an die gerade beim deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk geehrte Aki Takase, den bislang jüngste Award erhielt 2025 der Saxophonist und Klarinettist Tobias Delius.






