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Cassandra Wilson verstummt

Cassandra Wilson ist tot. Die renommierte Jazzsängerin starb am 1. September 2026 in ihrer Heimat im US-Bundesstaat Mississippi. Sie wurde 70 Jahre alt.

Mit ihrem markanten Alt war Cassandra Wilson in den 90er-Jahren eine der ganz großen Stimmen des Jazz. Ihre beim damals noch zu EMI gehörenden Label Blue Note veröffentlichten Alben „Blue Light ‚Til Dawn“ von 1993 und „New Moon Daughter“ von 1995 erreichten mit einem Brückenschlag zwischen Jazz, Blues und R&B in den Hochzeiten der CD-Ära ein Publikum, das weit über die Jazz-Kernzielgruppe hinausreichte. Nun ist die am 4. Dezember 1955 in Jackson in Mississippi geborene zweifache Grammy-Gewinnerin friedlich im privaten Umfeld und im Kreise ihrer Familie verstorben, wie zahlreiche Medien mit Bezug auf ihr Management berichten.

Ihre musikalische Karriere begann Cassandra Wilson in den frühen 80er-Jahren in New York, arbeitete dort mit dem Saxophonisten Steve Coleman oder dem M-Base-Kollektiv, bevor die Zusammenarbeit mit Blue Note den internationalen Durchbruch brachte. Später zählte Cassandra Wilson zu den Mitbegründer:innen des Labels Ojah Records, ihr jüngstes Studioalbum, „Coming Forth By Day“, veröffentlichte sie 2015 beim Sony-Music-Label Legacy, und zollte darauf ihrem Vorbild Billie Holiday zum 100. Geburtstag Tribut.