Weltweite Musikverkäufe stiegen 1998 auf 72 Milliarden Mark

Das internationale Musikbusiness konnte 1998 um drei Prozent zulegen. Das geht aus einer Marktanalyse von Market Tracking International (MTI) hervor. Der Handelswert der weltweiten Verkäufe betrug demnach umgerechnet 72 Milliarden Mark – 2,15 Milliarden Mark mehr als im Vorjahr. Musikverkäufe über das Internet machen zwar bislang nur 0,5 Prozent des Gesamtabsatzes aus, doch die Online-Verkäufe konnten sich im Vergleich zu 1997 von 52 Millionen auf nunmehr 257 Millionen Mark verfünffachen. Die USA dominierten den Gesamtmarkt mit einem Anteil von einem Drittel, gefolgt von Westeuroopa mit 31,5 Prozent. Dagegen tätigten die Amerikaner 88 Prozent der weltweiten Online-Verkäufe – die Europäer nur zehn Prozent. Laut MTI wird der weltweite Umsatz mit Musik bis 2004 um 22 Prozent auf 85,5 Milliarden Mark ansteigen. Außerdem wird Asien Europa als zweitgrößten Markt ablösen. Bereits heute sei Indien nach den USA das Land mit dem größten CD- und MC-Absatz. Bei den Pro-Kopf-Ausgaben liegen die Europäer vorn. Besorgniserregend ist der Anteil für den Schwarzmarkt: Der geschätzte Handelswert von Raubkopien betrug 9,5 Milliarden Mark – rund 15 Prozent des Gesamtmarktes. An der Spitze des Piratenmarktes liegt Rußland mit 675 Millionen Mark, gefolgt von Brasilien und China.