Lewald zeigte sich bei seiner Rede vor den EFA-Mitarbeitern und Labelgästen im Frankfurter Hotel Holiday „hocherfreut über die Charts-Notierungen für die neuen Alben von Kante und L“Ame Immortelle“, mit denen EFA gut ins neue Jahr gestartet sei: „Das belohnt uns für die enorme Kraft und den Enthusiasmus, den wir – zusammen mit unseren Labelpartnern – in Aufbau und Etablierung neuer Acts investieren“
Geschäftsführer Ulrich Vormehr erläuterte, dass man in diesem Jahr inhaltlich neben diversen Themen „ein besonderes Augenmerk“ auf das HipHop-Segment richten wolle. Das war zugleich das Stichwort für Akim Walta aus Köln, Chef des HipHop-Labels MZEE Records. Er bedankte sich für die „neun Jahre währende, erfolgreiche Zusammenarbeit.“ mit EFA.
Für 2001 habe er sich zum Ziel gesetzt, „das bislang beste Geschäftsergebnis seit Bestehen des Labels zu erreichen.“ Dafür sollen verkaufsträchtige Veröffentlichungen im Rahmen der „Strictly B-Boy Breaks“-Serie sorgen: die gleichnamige Compilation, Longplayer von DJ Junk und Def Cut sowie das Großprojekt „All City“ von Zeb.Roc.Ski.
Mit Underground Source stehe zudem eine Neuentdeckung „mit Mainstream-Potenzial“ in den Startlöchern. Label Manager Murat Güngör präsentierte den Tagungsteilnehmern das Konzept der neugegründeten EFA-Marke 3Finger, die deutschsprachigen HipHop fördern will. Neben den musikalischen „Skills“ liege der Schwerpunkt auf Lyrics und inhaltlicher Aussage: „Wir wollen eine Plattform bieten für Künstler, die bewegende Geschichten erzählen können und das Genre damit um eine wichtige Facette bereichern“, so Güngör. In Vorbereitung ist die Compilation „Kanak Attack“, mehrere Maxis und zwei Künstleralben.
Patrick Riess, Leiter des EFA Dance Departments, referierte über aktuelle Schwerpunkte: die französischen Newcomer Troublemakers mit ihrem Debüt „Doubts & Convictions“ auf Guidance Recordings, den Sampler „Brazilian Beats Vol. 2“ (Mr. Bongo) und das neue Werk „Re-Members Only“ von King Britt (Six Degrees).
In einer kurzen Einführung leitete er zu einem weiteren thematischen Fokus der Tagung über: Arbeit und Output der innovativen Dance/Electronica-Labels der Rhein-Main-Region. Einer der Repräsentanten dieser Szene war mit Achim Szepanski zu Gast, Gründer des Frankfurter Labels Force Inc., das 2001 seinen 10. Geburtstag begeht.
Einen neuen Labelpartner begrüßte das EFA-Team mit PSI49Net. Dahinter steht Anthony Rother, bekannt durch seine Produzententätigkeit für Sven Väth und Karl Bartos. Sein aktuelles Werk „Simulationszeitalter“ bildet zusammen mit der Maxi-Auskopplung „Biomechanik“ den Auftakt der Vertriebskooperation.
clearspot-Label Manager Andreas Schaffer bedankte sich bei den EFA-Kollegen der Sales Force für ihren Einsatz beim Comeback der Go-Betweens. Für die erste Jahreshälfte setzt er unter anderem auf Anywhen und Mushroom. Als „Highlight mit Chart-Appeal“ im Rahmen der Partnerschaft mit dem britischen Wichita Label bezeichnete Schaffer das Album „Short Staffed At The Gene Pool“ (VÖ 20. April) der Künstlerin Ruby.
Joachim Becker, Chef des EFA-eigenen ESC Labels, stellte das Debütalbum „Here“ (VÖ 5. März) des Jazz-Gitarristen Dean Brown vor, berichtete über die Eröffnung einer Repräsentanz in New York und versprach zahlreiche Festival- und Liveaktivitäten der ESC-Künstler. „Besonders stolz“, so Becker, ist er auf sein neuestes Signing: Star-Trompeter Randy Brecker, dessen Produktion „Hanging In The City“ ab 20. April erhältlich ist.





