US-Musikindustrie will Veränderungen im US-Konkursrecht

Die Recording Industry Association of America (RIAA) will Veränderungen im Konkursrecht der Vereinigten Staaten durchsetzen. Damit soll verhindert werden, daß bei ihren Mitgliedern unter Vertrag stehende Künstler vorzeitig aus den laufenden Verträgen aussteigen.

In der letzten Zeit, so Hilary Rosen, President und CEO der RIAA, sei es immer wieder vorgekommen, daß Künstler mit einem Bankrott drohten, um bestehende Verträge zu ihrem Vorteil neu zu verhandeln. Paragraph 11 des Konkursrechts ermöglicht es Richtern, die Verpflichtungen eines Unternehmens aus einem Vertrag aufzuheben, ohne daß dieses seine Geschäftstätigkeit einstellen muß. Betroffenen Unternehmen soll so die Chance zu einem Neustart gegeben werden. Als Beispiel wird der Fall der Sängerin Toni Braxton angeführt, die acht Wochen nach dem Scheitern von Neuverhandlungen über ihren Vertrag bei dem Label LaFace Records Konkurs anmeldete. Die Neufassung de Konkursrechts soll solche Fälle künftig ausschließen.

Musiker und Medienrechtler bezeichneten die Anschuldigungen der RIAA als haltlos. Das jetzige Recht schütze die Plattenfirmen ausreichend.