Zu Beginn seiner Rede während der Tagung im Berliner Hotel Estrel blickte Peine auf das erste Geschäftsjahr unter der Universal-Music-Flagge zurück. Trotz weiterhin schwieriger Marktlage habe die Company ihre Marktführerschaft verteidigen und sogar um 1 % auf 25,8 % ausbauen können. Dabei habe sich erwiesen, dass der Vertrieb in der Lage sei mit Herausforderungen wie dem Merger von Polygram und Universal zur Universal Music umzugehen.
Auch die erfolgreiche Neuaufstellung der Sales Force und des Innendienstes habe dies gezeigt. Im Hinblick auf die nähere Zukunft betonte Peine, nach Meinung fast aller Experten ergänzten sich Unternehmen der Old Economy, also die klassischen Tonträgerfirmen und Unternehmen der sogenannten New Economy perfekt. So mache auch der Zusammenschluß von Universal Music mit Vivendi Sinn: „Der eine bringt mit, was der andere nicht hat. Vivendi verfügt durch seine Internet-Portale über den Zugang zu Millionen Verbrauchern. Universal sorgt dafür, dass diesen Kunden auch etwas geboten wird – Content, Inhalt als Inhaber des weltweit größten und vielseitigsten Musikkataloges.“ Deshalb blicke er optimistisch in die Zukunft, auch was den Vertrieb angehe: „Denn egal ob physischer oder nicht-physischer Vertrieb: Wir sind mehr als nur der Musterkofferträger! So wie wir derzeit für Service und Beratung stehen, wird es auch in Zukunft sein.“ Diese Kompetenz müsse man auf die Geschäftsfelder der Zukunft übertragen. „Anbieter von Downloads brauchen ebenfalls Ansprechpartner in allen möglichen Belangen.“
Dabei gelte es den Anforderungen der Handelspartner, egal ob im klassischen Tonträgerhandel, in Non-Traditional-Outlets oder online, gerecht zu werden und die interne Kommunikation im Unternehmen zu beschleunigen. Dazu sei derzeit „eine Vielzahl von Projekten in der Entwicklungsphase oder kurz vor der Realisierung“. So arbeite der Universal Vertrieb an einer Business-to-Business- Homepage, um seinen Kunden einen schnelleren und flexibleren Service zu bieten. Für die Mitarbeiter des Vertriebs bedeute dies eine Entlastung von zeitraubenden Routine-Anfragen, bessere Konzentration auf die eigentlichen Kernaufgaben werde möglich. Den Bedürfnissen der Online Retailer sei man mit der Schaffung einer Key-Account-Stelle für dieses wachsende Marktsegment des e-commerce begegnet. „Das Internet stellt für uns bereits jetzt einen bedeutenden zusätzlichen Vertriebskanal für physische Tonträger dar.“
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