“Die Änderungen bewirken eine Zusammenführung aller Zweitauswertungsaktivitäten und des Vertriebs“, erklärt Jochen Leuschner, Senior Vice President GSA & Managing Director Sony Music Germany, im Gespräch mit MUSIKWoche. „Damit agieren wir marktgerechter und können weiterhin eng mit dem Handel kooperieren.“ Die Umstrukturierung werde „die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens auch weiterhin sicherstellen“. Leuschner hofft, durch die Maßnahme ein „Klima, das Synergien schafft“ erzeugt zu haben.
Seit dem 1. Februar gibt es unter dem Dach von Sony Music drei Einheiten: Die Repertoire-Divisionen Epic und Columbia sowie die neue Divison Commercial Marketing & Sales. Zu ihrem Leiter benannte Leuschner den bisherigen Vertriebschef Herbert Krambo, der jetzt die Funktion des Managing Directors Commercial Marketing & Sales GSA inne hat. Zu seiner Divison gehören zum einen der „klassische“ Vertrieb mit den Abteilungen Repertoire Management, Account Management, Internal Sales, Release & Stock und Distribution Deals. Zum anderen finden sich dort die Einheiten, für die zuvor die Special Marketing Division Sony Music Media zuständig war.
Auch die junge Repertoire-Division Berlin Records betrifft die Änderungen: Sie wanderte in den Zuständigkeitsbereich von Herbert Krambo und erhält als zusätzliches Aufgabenfeld den Bereich Concept Marketing. Der Name Berlin Records wird zukünftig auf allen Compilations aus dem Hause Sony Music zu finden sein, eine weitere Verwendung des Labels Sony Music Media werde es laut Leuschner nicht geben.
Und auch die Labels, die bei Sony Music Media angesiedelt waren, haben eine neue Heimat: Die Dance Divison wechselte zu Epic, um Sony Classical kümmert sich seit 1. Februar Columbia, das Repertoire von Sony Wonder betreut der Bereich Catalogue Marketing. Mit dem Wechsel der Dance Divison war auch ein Personalwechsel verbunden: Sascha Lindemann, ehemals Leiter der Dance Division, berichtet jetzt als A&R Director im Hause Columbia an Managing Director Martin Brem.
Die Umstrukturierung ist laut Leuschner zudem auch die Reaktion auf „die schwierige Marktsituation, in der sich die Tonträgerbranche in Deutschland befindet“. Der Sony-Manager zeigte sich mit dem Weihnachtsgeschäft unzufrieden: „Ich kann nicht sagen, dass es gut war.“ Für die Branche könne keine Entwarnung gegeben werden, die positiven Zahlen der Halbjahresbilanz des Bundesverbands Phono vom Juni vergangenen Jahres bedeuteten keine Trendwende.
Die Änderungen bei Sony Music sind in der Branche seit der Ankündigung von Ex-Sony-Music-Media-Chef Dietmar Polzin, das Unternehmen zu verlassen, ein Gesprächsthema. Jochen Leuschner nannte damals „unterschiedliche Vorstellungen über die Neuausrichtung von Sony Music Media“ als einen Grund für das Ausscheiden Polzins.
Die wichtigsten Änderungen bei Sony Music Entertainment (Germany)
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Sony Music Media wird aufgelöst, deren Abteilungen in die vorhandenen Divisionen und die neue Einheit Commercial Marketing & Sales aufgegliedert
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Die Dance Division wandert zu Epic
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Sascha Lindemann, Ex-Leiter der Dance Division, wechselt zu Columbia
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Sony Classical wechselt zu Columbia
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Neben Epic und Columbia entsteht eine dritte Division: Commercial Marketing & Sales. Ihr steht Herbert Krambo als Managing Director Commercial Marketing & Sales GSA vor
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Klaus Schiller leitet künftig den Bereich Sales als Director Sales und berichtet an Krambo
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Berlin Records integriert den Bereich Concept Marketing, TV-beworbene Compilations erscheinen künftig unter dem Label Berlin Records
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Berlin-Records-Chef Uwe Lerch berichtet künftig ebenfalls an Krambo








