Telstar kämpft um russische Musikaufnahmen

Zwischen der britischen Plattenfirma Telstar und drei weiteren Parteien ist ein Streit um die Verwertungsrechte von 400 Stunden russischer Klassikaufnahmen entbrannt. Der Prestigewert des Archivmaterials ist enorm, da es sich um Einspielungen der bekanntesten russischen Interpreten dieses Jahrhunderts handelt, darunter auch Svjatoslav Richter und Dmitrij Schostakowitsch.

Im Mittelpunkt des Streits steht der Amerikaner Tristan Del, der die Bänder in einem Moskauer Archiv entdeckt haben will. Telstar, die für die Vermarktung mit Revelation bereits ein eigenes Label ins Leben gerufen hat, reklamiert die Verwertungsrechte für sich, zumal die Plattenfirma Del mehrere Millionen Dollar überwiesen habe. Da die Moskauer Kartellbehörde den Deal zwischen Del und Telstar nicht genehmigen will, machen sich auch Fenix Entertainment, USSU Arts Group und British Keynote Classics Hoffnungen auf den Klassikschatz.