Staatsminister Naumann trifft sich mit der Musikbranche zu informellen Gesprächen

Die Phonoverbände haben am Dienstag, den 30. März, Staatsminister Dr. Michael Naumann das „Jahrbuch Pop und Kommunikation“ überreicht. Herausgeber der im Econ Verlag erscheinenden Studie sind Viva-Chef Dieter Gorny und MUSIKWoche-Korrespondent Jürgen Stark. Das Werk liefert eine Bestandsaufnahme der deutschen Musikbranche. Um die Aufmerksamkeit der Politik für diese Lage zu schärfen, wollen es die Phonoverbände demnächst allen Bundestagsabgeordneten zukommen lassen. Im Hotel Vier Jahreszeiten übergab Gerd Gebhardt, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Phono-Akademie und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Phono, Naumann das Jahrbuch, „verbunden mit der Bitte, der kulturellen Bedeutung der Musikindustrie im Kabinett überall dort Gehör zu verschaffen, wo sie in den Klüften zwischen den Ressorts Wirtschaft, Technologie und Recht übersehen zu werden droht“. Gebhardt betonte: „Wir sind ein pflegeleichter Verband.“ Bisher sei die Musikbranche ohne Subventionen ausgekommen, und so solle es eigentlich auch bleiben. Doch angesichts der dringlichen Fragen zur Fortentwicklung des Urheberrechts im Informationszeitalter habe die Branche auch Hilfe von seiten der Politik nötig.