Sorgen über Umsatzschwankungen bei Jahrestreffen des GDM

Im Rahmen seiner Jahrestagung am Starnberger See skizzierte der Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte (GDM) kürzlich die Lage des Handels. Ein getrübtes Bild und latente Kritik an der Industrie waren der Grundtenor.

In Feldafing, wo zuvor schon die Musikverleger tagten, trafen sich auch die Tonträger- und Musikalienhändler zur Lagebesprechung mit zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Georg Kern, Präsident des GDM, äußerte im Vorfeld der Versammlung Sorge um seine Mitglieder: „Für unseren Musikmarkt brachte das Jahr 1998 umsatzmäßig eine Berg- und Talfahrt.“ Plötzliche Umsatzsteigerungen während der eher ruhigen Sommerwochen seien ebenso unvorhersehbar von Einbrüchen im einsetzenden Herbstgeschäft abgelöst worden. „Einmal mehr hat sich der Tonträger zur Problemware entwickelt“, so der GDM-Präsident weiter, „wobei man das Gefühl nicht los wird, daß selbst die Tonträgerindustrie einigermaßen fassungslos vor einer Entwicklung steht, die sie nicht mehr im Griff hat.“

Möglicherweise habe man es nun mit den Spätfolgen einer verfehlten Programm- und Vertriebspolitik früherer Jahre zu tun. „Die Platten- und Musikalienhändler sollten trotzdem mit mehr Selbstvertrauen in die eigene Stärke an die Bewältigung der gestellten Aufgaben herangehen. Auch in diesem Jahr ist mehr Optimismus gefragt.“ Der Verband repräsentiert einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Mark.