Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat am Dienstag erstmals nähere Details zu dem „SoundExchange“ bekanntgegeben. Überraschend hoch fällt dabei die Beteiligung der Musiker an der Tantiemenausschüttung aus: Die fünf großen Musikkonzerne haben sich darauf geeinigt, während einer drei bis fünfjährigen Testphase, stolze 45 Prozent der Einnahmen dem jeweiligen Künstler zukommen zu lassen. Dabei werden die Zahlungen nicht, wie sonst üblich, mit zuvor gezahlten Vorschüssen verrechnet, sondern komplett ausgezahlt. Der Prozentsatz entspricht damit einem 1998 verabschiedeten Gesetz zur Verteilung von Online-Tantiemen. Viele Anwälte von Musikern waren davon ausgegangen, dass sie in langwierigen Prozessen diesen Satz erstreiten müssen, zeigten sich jetzt aber umso überraschter von dem frühen Zugeständniss der Industrie. Bevor „SoundExchange“ mit der Gebührensammlung anfangen kann, muss erst das US Copyright Office seine Erlaubnis erteilen: Die Organisation will sich im Februar mit dem Projekt „SoundExchange“ befassen und dann auch die Höhe der Zahlungen festlegen, die Web-Broadcaster pro Song abführen müssen.
RIAA verteilt Online-Tantiemen großzügig an Künstler
Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat am Dienstag erstmals nähere Details zu dem geplanten Online-Tantiemenpool „SoundExchange“ bekanntgegeben.





