Regelungen für US-Rechteverwerter veraltet?

James Sensenbrenner Jr., Chairman des Rechtsausschusses des US-Repräsentantenhauses, will die Verfügungen des Justizministeriums bezüglich der Verwertungsgesellschaften ASCAP und BMI überprüfen lassen.

James Sensenbrenner Jr., Chairman des Rechtsausschusses des US-Repräsentantenhauses, will die Verfügungen des Justizministeriums bezüglich der Tätigkeiten der Verwertungsgesellschaften ASCAP und BMI überprüfen lassen. Er hält die bestehenden Regelungen für veraltet und wettbewerbsrechtlich bedenklich. „Ich denke nicht, dass eine 50 Jahre alte Verordnung die Musiklizenzierung im digitalen Zeitalter regeln sollte“, erklärte der Politiker. Sensenbrenner äußerte auch Bedenken gegen die Firma SoundExchange, die für die Musikindustrie die Tantiemen für digitale Aufführungsrechte eintreibt. Im letzten Jahr hatten die fünf Majors beschlossen, dass SoundExchange Künstlern direkt Tantiemen für die Verbreitung von Musik über Kabel, Satellit und Internet auszahlen soll. Sensenbrenner sieht darin eine Verletzung des Kartellrechts, die ebenfalls überprüft werden müsste.