Ralph Siegel antwortet auf das MW-Interview mit Guildo Horn und Michael Holm / „Ich kann auf seine Texte verzichten‘

In MUSIKWoche Heft 18/98 und in ebiz.de kamen im Rahmen eines auch Guildo Horn und Michael Holm zu Wort. Ralph Siegel wollte einige Aussagen nicht unwidersprochen stehen lassen.

In ihrem Gespräch mit Michael Holm stellt dieser die Behauptung auf, ich hätte ihn gebeten, Guildo Horn zu überreden, an der Grand-Prix-Vorentscheidung nicht teilzunehmen, und würde in den nächsten Wochen wieder anrufen, um ihm neue Kompositionen vorzuspielen.

Dies ist nicht richtig.

Richtig ist: Auf meine Frage (während eines gemeinsamen Essens anläßlich des Geburtstages von Dieter Thomas Heck) hin, warum er ihm diesen Quatsch nicht ausgeredet hätte, erhielt ich die Antwort: „Hab‘ ich ja versucht und mich deshalb auch nicht an der Grand-Prix-Produktion beteiligt.“

Feiern ließ sich der gute Michael Holm, der jedoch als finanzierender Produzent vertragliche Bindungen mit Horn hat, in Bremen aber um so mehr. Da ich seit ca. 20 Jahren Michael nicht mehr angerufen habe, um ihm neue Kompositionen vorzuspielen, können Sie davon ausgehen, daß ich auch in den nächsten Jahren weiterhin auf seine Texte verzichten kann. Außerdem ging es mir, wie der von mir geschätzte „Mendocino“-Sänger behauptet, beim Grand Prix nicht um meine Krone, sondern immer noch darum, Deutschland international so gut wie möglich zu vertreten und weiter mit Freude und Engagement in diesem Beruf tätig zu sein. Dies lasse ich mir weder vom sogenannten „Meister“ noch von seinem Kollaboranten Michael Holm verbieten.

Ralph Siegel, München