Philips Electronics wird Seagram-Politik nicht mit Aktionärsstimmrecht blockieren

Der niederländische Elektronik-Konzern Philips, einst Mehrheitseigner von PolyGram und nun in Besitz von rund zwölf Prozent der Anteile der Seagram Company, will bei der Wahl des Seagram-Vorstands und bei den meisten anderen Entscheidungen proportional zu den restlichen Aktionären stimmen. Wie Philips nun nach Abschluß der PolyGram-Universal-Fusion bekanntgab, einigte sich das Unternehmen bereits am 21. Juni mit Seagram darauf, nicht in die Geschäftspolitik per Aktionärsstimme einzugreifen. Außerdem werde Philips keine weiteren Seagram-Anteile erwerben und innerhalb der nächsten zwei Jahre keine stimmberechtigten Aktien des Mischkonzerns ohne Zustimmung des Seagram-Vorstands verkaufen. Diese Abmachung sei jedoch davon abhängig, daß sich die Mehrheitsverhältnisse und die Management-Struktur bei Seagram nicht entscheidend änderten.