Musikverbände zur Europawahl: „Europa geht uns alle etwas an“

Zur Europawahl richtet MusikWoche den Blick aufs politische Parkett. Denn auch wenn die Direktive zum Urheberrecht die Hürden im Gesetzgebungs prozess noch genommen hat, geht es am 26. Mai um wichtige Weichenstellungen. MusikWoche bat Branchenrepräsentanten um eine Einschätzung künftiger Herausforderungen.

Harald Heker, Vorstandsvorsitzender GEMA: In der aktuellen Legislaturperiode hat die EU eine ganze Reihe an Initiativen im Bereich des digitalen Binnenmarkts erfolgreich zum Abschluss gebracht. Die jüngst beschlossene Reform des Urheberrechts signalisiert, dass Europa in der Lage ist, faire und zukunftsweisende Regeln für die digitale Welt zu schaffen. Dafür gilt es jetzt, die neuen Regeln in den Mitgliedstaaten konstruktiv umzusetzen und in der Praxis mit Leben zu füllen. Ich erwarte mir, dass die Position der Kreativschaffenden gegenüber den global agierenden Onlineplattformen in der kommenden Legislatur weiter gestärkt wird. Nur so lässt sich der bestehende Value Gap sukzessive verringern. Denn Musik verbindet die Menschen – in Europa und darüber hinaus. Daher freuen wir uns auch, dass mit Music Moves Europe eine neue EU-Initiative angestoßen wurde, bei der ausschließlich die Musik im Vordergrund steht – von der musikalischen Bildung bis hin zum auswärtigen Kulturaustausch. Wir hoffen, dass das Programm Kreatives Europa in der kommenden Legislaturperiode gestärkt wird und Musik in ihrer ganzen Vielfalt und Breite darin einen wichtigen Platz einnehmen wird.

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