Im Vergleich zur angespannten Situation im Vergleichszeitraum des Vorjahres sei in mehreren wichtigen Märkten eine deutliche Erholung spürbar, so die IFPI. Die Zahl der verkauften CD-Alben stieg weltweit um sieben Prozent. Die Märkte in Europa verzeichneten einen Zuwachs in Höhe von zehn Prozent, in Nordamerika waren es fünf Prozent, während Lateinamerika um elf Prozent zulegte und Asien ein Plus von sieben Prozent verzeichnete. Obwohl die weltweiten Umsätze mit Tonträgern um zwei Prozent wuchsen, mussten einige Schlüsselmärkte trotz eines Anstiegs der Absatzzahlen Einbußen bei den Umsätzen hinnehmen: So ging der Verkaufswert der Musikware in Deutschland und Japan in den ersten sechs Monaten des Jahres um jeweils drei Prozent zurück, in Kanada gar um elf Prozent.
Ebenso wie den positiven Trend bei den CDs, dokumentiert der Bericht auch den weltweiten Rückgang der MusiCassette: Insgesamt wurden 16 Prozent weniger verkauft als im Vorjahr. Um den gleichen Wert fiel die Zahl der verkauften Singles. Dass man trotz des positiven Trends die Werte von 1998 noch nicht wieder erreicht hat, führte IFPI-Chairman Jay Berman auf das stetig wachsende Problem der Tonträgerpiraterie zurück. Für Europa weist die IFPI ein Gesamtwachstum (alle Formate) in Höhe von sechs Prozent aus; die beiden größten Märkte, Großbritannien und Deutschland, konnten um sechs, beziehungsweise fünf Prozent zulegen.
Die Abweichung vom , der im August ein Wachstum von lediglich 3,5 Prozent feststellte, erklärt sich durch das unterschiedliche Auswertungssystem der beiden Verbände: Der Bundesverband erfasst in Deutschland nur etwa 94 Prozent der tatsächlich abgesetzten Tonträger. Die IFPI rechnet in ihrer Halbjahresstatistik den deutschen Wert auf 100 Prozent auf, wodurch die Zahl entsprechend steigt. Außerdem wertet die IFPI jeweils drei verkaufte Singles als ein Album – der Bundesverband behandelt alle Tonträger gleichwertig. Durch die stark rückläufigen Singles-Verkäufe drückt der Singles-Wert die Statistik des Bundesverbands demnach deutlich.





