Zur Eröffnung diskutierten internationale Vertreter aus New und Old Economy über Probleme, die sich der Musikindustrie durch neue Vertriebswege stellen. Dabei zeigte sich beim Kongress und in den Ausstellungshallen, dass nicht so sehr typische Musik-Start-Ups für den Wandel in der Entertainmentbranche sorgen könnten, sondern Dienstleister in den Bereichen Technologie, Datenverschlüsselung und Rechtesicherung. Sie wollen den Plattenfirmen den Einstieg ins digitale Geschäft erleichtern. Beim Kongress-Schwerpunkt MidemNet hielt Michael Robertson, CEO MP3.com, eine Keynote-Rede: Er wies darauf hin, dass kein Weg an neuen Geschäftsmodellen vorbeiführe. Die Industrie müsse erkennen, dass Konsumenten Musik nicht nur in einer einzigen Nutzungsform erwerben wollen. Auch bezweifelte er, dass sich das geltende Urheberrecht mit dem Internet versöhnen lasse. Dennoch würden bei den Plattenfirmen die Hemmschwellen gegenüber dem Netz zugunsten einer Konstruktiven Zusammenarbeit schwinden.
Midem 2001: Die Messe im Zeichen der Vernetzung
Die Midem, die inklusive der MidemNet von 20. bis 25. Januar stattfand, zeigte sich wie gewohnt von ihrer geschäftigen Seite. Beim 35. Branchentreff in Cannes dominierten Fragen und Lösungsmodelle zum Internet.




