Mercury gewinnt Europameisterschaft

Mit einem Auftritt der Gruppe Bon Jovi bei „Wetten, dass…?“ startet am 25. März die Werbekampagne der Plattenfirma Mercury Records für „Crush“, das neue Album der Hardrock-Band.

“Wir beginnen mit der Kampagne bereits einige Wochen vor dem Veröffentlichungstermin – das wird den Markt optimal auf das Album und die Single vorbereiten“, erklärt Boris Löhe, Managing Director von Mercury Records, im Gespräch mit MUSIKWoche. Der Longplayer „Crush“ erscheint am 29. Mai, die erste Single daraus, „It’s My Life“, am 2. Mai. Löhe kann für die Kampagne einen großen Trumpf ausspielen: Das ZDF wählte „It’s My Life“ als offiziellen Begleitsong der Fußball-Europameisterschaft in Belgien und den Niederlanden, die vom 8. bis 30. Juni ausgetragen wird: „Das macht die Arbeit natürlich einfacher. Ich hätte aber auch keine Angst davor gehabt, das Thema ohne diese Unterstützung zu promoten“. Ab dem 25. April sendet das ZDF rund 60 Trailer zur Europameisterschaft, bei denen der Song ebenso zu hören sein wird wie in den täglichen Berichten zur Europameisterschaft. Löhe führt aus: „Wenn wir diese Medienpräsenz in Zahlen ausdrücken, dann kommen wir auf ein Volumen von mehreren Millionen Mark.“ Einen weiteren Fernsehauftritt bestreitet die Band am 6. Juni im Showprogramm der Expo-Gala. Falls alles nach den Plänen von Boris Löhe läuft, wird aus „It’s My Life“ eine „Single aus dem Rockbereich, die sich in den Top Ten hält und den Appetit des Konsumenten auf das Album weckt“. Als Verkaufsziel nennt er „Gold, durchaus auch Platin“. Das Album soll dagegen bis zum Jahresende den Doppel-Platin-Status erlangen. Im Printbereich sollen redaktionelle Beiträge in den Zeitschriften „Focus“, „Stern“, „Spiegel“ und „Amica“ sowie in „Bild am Sonntag“ für die Tonträger werben. Die Kampagne endet allerdings nicht mit dem Finale der Europameisterschaft, sondern setzt sich bis zur Tour der Band im Spätsommer fort. Genaue Termine stehen noch nicht fest, Löhe spricht von acht bis zehn geplanten Konzerten mit jeweils rund 35.000 Zuschauern. Über den finanziellen Umfang der Kampagne schweigt er sich allerdings aus. „Das Prahlen mit großen Zahlen überlasse ich lieber anderen.‘