Heute Nachmittag (US-Ortszeit) soll ein seine Einschätzung der Filter-Methoden von Napster vor Gericht kundtun. Richterin Marilyn Hall Patel engagierte dazu A.J. „Nick“ Nichols, der seit 20 Jahren als Entwickler von Hard- und Software fungiert und bereits mehrmals als Computer-Fachmann vor Gericht auftrat. So fungierte er unter anderem als Sachverständiger in einem Rechtsstreit zwischen Sun Microsystems und Microsoft. Nichols soll klären, ob die Anstrengungen von Napster, urheberrechtlich geschützte Titel vom Tausch auszusperren, angemessen sind, oder ob die Firma bewusst nachlässig bei der Filterung vorgeht, wie die RIAA bemängelt. Napster erklärte, man habe mittlerweile 1,7 Millionen Dateien gesperrt. Rund 30 Prozent der Belegschaft würden sich ausschließlich um die Streichlisten der Industrie kümmern, zusätzliche 15 Mitarbeiter hat Napster jetzt eingestellt. Im Anschluss an die Verhandlung müssen die Napster-Anwälte gleich in einem weiteren Prozess antreten: Ebenfalls am heutigen Nachmittag wollen zahlreiche Musikverleger und unabhängige Künstler eine Sammelklage gegen den Tauschdienst bei Richterin Patel einreichen.
Langer Gerichtsnachmittag für Napster
Heute Nachmittag (US-Ortszeit) soll ein unabhängiger Computer-Experte seine Einschätzung der Filter-Methoden von Napster vor Gericht kundtun.





