Die IFPI Austria – Verband der Österreichischen Musikwirtschaft fordert aufgrund der großen Zahl privat erstellter CD-Kopien mittelfristig einen technischen Kopierschutz und einen wirksamen Rechtsschutz für Autoren, Künstler und Produzenten. Als Sofortmaßnahme gegen die wirtschaftliche Gefährdung der Branche drängt IFPI-Geschäftsführer Franz Medwenitsch auf eine Anpassung der Urheberrechtsvergütung für unbespielte CD-Rs. Die Leermedienabgabe beträgt in Österreich zur Zeit 0,55 Schilling pro verkaufter CD-R gegenüber rund 30 Schilling, umgerechnet etwa 4,25 Mark, die pro verkaufter Original-CD auf die Urheberrechte entfallen. Nach einer jüngst veröffentlichten Studie der Fessel-GfK, der Wiener Tochtergesellschaft des Nürnberger Wirtschaftsforschungsinstituts, besitzen bereits vier Prozent aller Haushalte in Österreich einen CD-Brenner. Mit Hilfe dieser Geräte würden rund acht CD-Rs pro Monat und Haushalt gebrannt, mithin fast 13 Millionen Stück jährlich. Nach Informationen der Fessel-GfK entfallen etwa 40 Prozent davon, rund fünf Millionen Stück, auf Kopien von Musik-CDs. Laut der Studie kaufen 35 Prozent aller Besitzer von CD-Brennern heute weniger bespielte CDs als früher; weiterhin gaben 21 Prozent der Privat-Brenner an, sie wollten künftig vermehrt CDs kopieren.
IFPI Austria fordert Kopierschutz
Im Jahr 1999 kopierten Österreichs Bürger rund fünf Millionen CDs. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine Studie des Markforschungsunternehmens Fessel-GfK. Aufgrund dieser Zahl erhebt die IFPI Austria Forderungen.




