IFPI Austria fordert Kopierschutz

Im Jahr 1999 kopierten Österreichs Bürger rund fünf Millionen CDs. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine Studie des Markforschungsunternehmens Fessel-GfK. Aufgrund dieser Zahl erhebt die IFPI Austria Forderungen.

Die IFPI Austria – Verband der Österreichischen Musikwirtschaft fordert aufgrund der großen Zahl privat erstellter CD-Kopien mittelfristig einen technischen Kopierschutz und einen wirksamen Rechtsschutz für Autoren, Künstler und Produzenten. Als Sofortmaßnahme gegen die wirtschaftliche Gefährdung der Branche drängt IFPI-Geschäftsführer Franz Medwenitsch auf eine Anpassung der Urheberrechtsvergütung für unbespielte CD-Rs. Die Leermedienabgabe beträgt in Österreich zur Zeit 0,55 Schilling pro verkaufter CD-R gegenüber rund 30 Schilling, umgerechnet etwa 4,25 Mark, die pro verkaufter Original-CD auf die Urheberrechte entfallen. Nach einer jüngst veröffentlichten Studie der Fessel-GfK, der Wiener Tochtergesellschaft des Nürnberger Wirtschaftsforschungsinstituts, besitzen bereits vier Prozent aller Haushalte in Österreich einen CD-Brenner. Mit Hilfe dieser Geräte würden rund acht CD-Rs pro Monat und Haushalt gebrannt, mithin fast 13 Millionen Stück jährlich. Nach Informationen der Fessel-GfK entfallen etwa 40 Prozent davon, rund fünf Millionen Stück, auf Kopien von Musik-CDs. Laut der Studie kaufen 35 Prozent aller Besitzer von CD-Brennern heute weniger bespielte CDs als früher; weiterhin gaben 21 Prozent der Privat-Brenner an, sie wollten künftig vermehrt CDs kopieren.