Hamburgs Musikbranche schreibt Wunschzettel an die Bürgerschaft

In Hamburg fließen Gelder unter anderem ins Reeperbahn Festival, die Labelförderung oder die Club Awards: Aber könnte die Hansestadt angesichts der Bedeutung von Musik für den Standort nicht noch mehr tun? Ein Jahr vor der Bürgerschaftswahl zählen Akteure aus dem Musikbiz auf, was auf ihrem Wunschzettel steht.

Alexander Schulz, Geschäftsführer Inferno Events/Reeperbahn Festival: Vom kommenden Senat wünschen wir uns zunächst weniger zusätzliche einzelne Maßnahmen. Es geht doch vielmehr darum, dass wir im Programm der nächsten Landesregierung erkennen wollen, dass für die Gesamtstrategie zur Entwicklung einer Metropolregion die Kultur- und Medienwirtschaft eine herausragende Rolle spielt. Sie soll eines der Leitbilder sein und auch hineinragen in andere Bereiche wie Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Stadtentwicklung. Vom kommenden Senat soll erkannt und dokumentiert sein, dass die Musikwirtschaft als wichtiger Teil der Kulturwirtschaft neben der ihr innewohnenden, eigenen Wirtschaftskraft immer auch positive Nebenwirkungen für den Standort generiert und nach innen und außen wirkt – als attraktiver Standortfaktor und Motor für den Zuzug junger Talente genauso wie als Produzent für die in Metropolen stetig wachsende Tourismuswirtschaft. Aus diesem Leitbild sind dann weitere konkrete Einzelmaßnahmen zum Teil mit den oben genannten benachbarten Wirtschaften und Bereichen gemeinsam hervorzubringen. Konkrete Module, die die Entwicklung allein der Musikwirtschaft am Standort begünstigen, wie die Realisierung eines Spielortes mit einer 3500er-Kapazität, Frequenzen für innovatives Musikradio und so weiter sind notwendige Basis für dieses Gesamtverständnis.

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