Globaler Trend zu lokalem Produkt
Heimische Ware ist beliebt: Zu diesem Fazit kommt der statistische Jahresbericht, den die IFPI in London vorlegte. Häufiger als jemals zuvor griffen die Tonträgerkonsumenten in aller Welt 1998 zu heimischen Produkten. Mit 65 Prozent erreichte der Anteil des lokalen Repertoires am Welt-Gesamtumsatz von 38,7 Milliarden US-Dollar (rund 71,46 Milliarden Mark) einen neuen Höchstwert. Allein in Europa stieg dieser Anteil von 31 Prozent (1992) auf 40 Prozent (1998). Rock und Pop bleiben dabei die beliebtesten Genres; in den westlichen Märkten bauten auch Dance, Rap und R&B ihre Präsenz aus. Klassische Musik, so die IFPI, fand 1998 ebenfalls mehr Käufer als je zuvor, vor allem in Südkorea, Hongkong und Österreich. In den USA hingegen kaufen die Konsumenten bevorzugt Soundtracks sowie R&B- und Gospel-Alben, während in Lateinamerika Ethno-Pop gefragt ist. In Lateinamerika registrierte die IFPI auch den größten Umsatzzuwachs des Jahrzehnts: Der Marktwert der Region stieg von 1997 auf 1998 um acht Prozent. Die Briten halten indes einen besonderen Rekord: Sie kaufen im Schnitt mehr Tonträger pro Jahr als alle anderen Weltbürger, nämlich 4,1 Alben pro Person.





