“Es war ein Wahnsinn, mit dem Lovestern Galaktika die Existenz der Firma aufs Spiel zu setzen“, berichtet Oliver Karutz, zuständiger Eventmanager bei der Agentur Friends & Sons, im Gespräch mit MUSIKWoche über die riskanten Anfänge der inzwischen größten Abendveranstaltung der Berliner Love Parade. „In den ersten beiden Jahren war es ein Verlustgeschäft. Nach dem Breakeven im dritten konnten wir 1999 und dieses Jahr Gewinne erzielen“, ergänzt Geschäfsführer Ulf Switalski.
So gehört die Dance-Veranstaltung inzwischen zu den laut Switalski „tragenden Profitsäulen“ des Unternehmen, wo sie jedoch „eine absolute Ausnahmestellung“ einnehme. Denn im Gegensatz zu den anderen Projekten – etwa die Ausrichtung der RTL-II-Show „The Dome“ für die Produktionsgesellschaft MME – arbeitet das 27-köpfige Team bei der Großparty in eigener Regie. Und dies mit steigenden Erfolg: Die Besucherzahl stieg von 9000 auf bis zu 30.000. Nach drei Jahren in der Wasserstadt Spandau zog der Lovestern dieses Jahr in die Messehallen am Funkturm, wo vier „Nach dem großen Erfolg in Berlin wollen wir nun die Marke,Lovestern Galaktika‘ mit einer Tournee und anderen Projekten auch außerhalb etablieren“, sagt Switalski.
Aus diesem Grund organisiert die Agentur die einzige Techno-Show auf der Expo in Hannover, die mit einer speziellen Raumschiff-Kulisse in der Preussag-Arena über die Bühne gehen wird.. „Die Leitung der Weltausstellung hatte uns und die Mayday-Macher angesprochen, letztlich erhielten wir dann den Zuschlag“, sagt Karutz. Getreu der internationalen Ausrichtung der Expo hat Friends & Sons namhafte DJs aus allen Kontinenten eingeladen, darunter Phats & Small, Pee Wee Ferris, Marc Spoon, DJ Sammy, Afrika Islam und Ko Kimura.
Ansonsten setzt die Agentur jedoch weiterhin auf das am Dance-Mainstream orientierte Erfolgskonzept der Berliner Mutterveranstaltung, die Switalski als „Bravo-Supershow der Love Parade“ bezeichnet. „Bei Underground-Acts haben andere Veranstalter die bessere Kompetenz“, erläutert Karutz. Auch dieses Jahr gehört eine mediale Verwertung zum Konzept. So übernimmt Sony Music Media die Compilations zum Event, die Sony Dance Division betreut die Singles. Hinter dem diesjährigen Track „Loca Galaktika“ vom „Lovestern Galaktika Project meets Le Petit Sam“ steckt wieder DJ Sammy, dessen Durchbruch in Deutschland mit seinem ersten Lovestern-Auftritt 1996 begann.




