EU will Fusion Warner-EMI angeblich nicht genehmigen

Die EU-Kommission hat einen Entwurf zur Ablehnung der Fusion von Warner Music mit der EMI Group vorbereitet – berichtet die „Financial Times“. Und schon gibt es neue Gerüchte über mögliche Alternativen.

Wenn man einem Bericht der „Financial Times“ Glauben schenken darf, droht die Fusion von Warner Music und der EMI Group am Veto der EU-Kommission zu scheitern. Dem Vernehmen nach hat die Kommission einen Entwurf zur Ablehnung des Zusammenschluss vorbereitet. Besonders beunruhigt scheint die EU über die entstehende Marktmacht im Bereich Publishing zu sein. Zusammen würde Warner EMI Music über beinahe die Hälfte aller Urheberrechte verfügen. Am 18. September sind führende EMI-Manager in Brüssel angekündigt, um mit EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti über die Auflagen zum Merger zu beraten. Inzwischen kursieren vor allem in US-Medien Gerüchte, wonach die Fusionspartner erwägen, den Verlagsarm Warner/Chappell zu verkaufen, um die Kartellwächter zum Einlenken zu bewegen. Beobachter spekulieren bereits auch wieder darüber, dass im Fall eines Scheiterns der Fusion Telefonica oder die Bertelmann AG Interesse an einem Kauf der EMI Group haben könnten. Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Middelhoff hatte erst am 13. September , bis Jahresende weltweit Nummer eins im Musikgeschäft zu werden. Dafür stünden der Bertelsmann AG bis zu 30 Milliarden Mark für Akquisitionen zur Verfügung.