EU ermittelt gegen Plattenfirmen wegen Preisabsprachen

Die fünf großen Plattenfirmen sind Gegenstand einer Untersuchung bei der EU-Kommission. Angeblich haben sich die Majors seit Jahren über Mindestpreise abgesprochen.

Die fünf großen Plattenfirmen sind Gegenstand einer Untersuchung bei der EU-Kommission. Angeblich haben sich die Majors seit Jahren über Mindestpreise für Tonträger abgesprochen. In einer Erklärung nannte eine Sprecherin der Kommission unter anderem die Firmen Warner Music, Bertelsmann, Sony Music, EMI und Universal. Die Konzerne sollen die CD-Preise in Europa künstlich hoch gehalten haben. Es lägen jedoch noch keine Beweise vor. Zuletzt wurden die Wettbewerbshüter in Brüssel auf mögliche Absprachen aufmerksam, als sie den Fusionsantrag der Warner Music Group und der EMI Group prüften, berichtet die „Financial Times Deutschland“. Zudem habe die Federal Trade Commission (FTC), die US-Kartellbehörde, einen untersucht, und die EU davon in Kenntnis gesetzt, hieß es. Sollte die EU-Kommission Klage erheben, drohen den betroffenen Firmen Strafen in einer Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Bei Bertelsmann liegt nach Angaben des Unternehmenssprechers bislang keine Anfrage der EU vor. Die Kommission prüft derzeit das Fusionsvorhaben von BMG mit der EMI Group.