EMI gibt HMV Media Starthilfe

Das neugebildete Joint-venture HMV Media, eine Kooperation zwischen der EMI, der amerikanischen Advent International und Tim Waterstone, startet mit Schwierigkeiten. Die EMI muß der HMV Media wohl selbst einen Kredit in Höhe von 200 Mio. Pfund (ca. 600 Mio. Mark) einräumen, weil HMV Media nicht in der Lage war, diesen Betrag über sogenannte Junk Bonds auf dem Kapitalmarkt aufzunehmen.

HMV Media wird – die Zustimmung des Aufsichtsrats von W.H. Smith vorausgesetzt – die bislang zur EMI gehörendenen HMV Musikläden und die EMI-Buchladenketten Dillons und Hatchards sowie die zu W.H. Smith gehörende Buchhandelskette Waterstone’s übernehmen (). Für ihre Unternehmen soll die EMI bis zu 500 Mio. Pfund erhalten; 362,5 Mio. Pfund sollten der EMI direkt überwiesen werden, dazu kommt ein 87,5 Mio.-Pfund-Anteil am neuen Unternehmen, womit die EMI 42 Prozent der HMV Media halten würde. Die Zahlung von weiteren 50 Mio. Pfund ist an verschiedene Konditionen gebunden.

Die EU-Kommission hat in der Zwischenzeit grünes Licht für das Vorhaben gegeben (). Die Zustimmung von W.H. Smith wird in Kürze erwartet.