DJ Meeting Oberhausen: Discjockeys wählen ihre Dance-Darlings

Die elfte Ausgabe des DJ Meetings am 15. Mai wartet mit einigen Neuheiten auf. Neben einer sich anbahnenden Rekordteilnehmerzahl künden die Veranstalter einen Dance Award an. Und musikwoche.de präsentiert ein Branchen-Panel, das sich mit der Rolle der DJ Promotion beschäftigt.

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Unter der Fragestellung „Warum kriege ich keine Platten?“ diskutieren Vertreter der Plattenfirmen, der Dance-Agenturen und DJ-Pools von 14 bis 16 Uhr in der Oberhausener Turbinenhalle über die derzeitige Situation im Vinylgeschäft.

Damit verwirklichen die beiden Veranstalter Caba Kroll, Geschäftsführer al2gether, und Jörg Böhm, Geschäftsführer von plattenmann.de, ihre Pläne, die sie im vergangenen Jahr gegenüber musikwoche.de angekündigt hatten. Aus dem DJ Meeting wird mehr als ein Treffen der Plattenfirmen, DJ-Promoter und der DJs selber. „Mit dem Panel machen wir den nächsten Schritt zur Erweiterung des DJ Meetings. DJ Promoter, Produzenten oder andere Personen der Musikindustrie sollen sich öffentlich den Fragen der DJs stellen“, erklärt Kroll im Gespräch mit Musikwoche.

So werden dieses Jahr etwa 70 Aussteller vertreten sein, die auf rund 1200 bislang schon angemeldete DJs treffen.Eine weitere Neuerung ist die erstmalige Vergabe von DJ Meeting Awards, wie Kroll erläutert: „Wir möchten mit den Awards den deutschen DJs die Möglichkeit geben, ihre Favoriten direkt und ohne den Einfluss von irgendeiner Jury oder Nominierungen zu wählen. Eine durchsichtige Wahl garantiert, dass die Meinung von rund 70 Prozent der deutschen DJs hier wiedergegeben wird. Außerdem beschränken wir uns auf die Wahl in Kategorien aus dem nationalen Bereich“.

Obwohl die Anzahl der Dance-Treffpunkte wie Amsterdam Dance Event oder der Ibiza Summer Music Conference in den letzten Jahren zugenommen hat, zeichne sich „das DJ Meeting durch seinen langjährigen Aufbau und der Entwicklung zu einem bundesweit anerkannten Treffpunkt für die Musikindustrie aus. Und auch die Offenheit gegenüber kommerziellerer Musik ist uns wichtig. Die Events in Amsterdam und Ibiza beschränken sich doch stark auf die trendige Clubszene“, so Kroll.

Durch diese Öffnung profitieren alle Seiten vom DJ Meeting, wie Jörg Böhm ergänzt: „Die DJs lernen ihresgleichen kennen und die Plattenfirmen und DJ-Promoter können ebenfalls alle DJs und Produzenten treffen. Und nicht zuletzt können die Firmen ihre Künstler präsentieren – was sich erfahrungsgemäß sofort in den Dance-Charts niederschlägt.‘