Deutsche Musikindustrie mit 100 Millionen Mark Verlust in 2000

Die deutsche Tonträgerbranche musste im Jahr 2000 Federn lassen. Gegenüber 1999 wird ein Minus von rund zwei Prozent erwartet.

Die deutsche Tonträgerbranche musste im Jahr 2000 Federn lassen. Zwar veröffentlicht der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft seinen Jahresbericht erst am 19. April, aber Verbandsvorstand Thomas M. Stein gab im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ bereits jetzt seine Prognose bekannt: Die Industrie habe im Vergleich zu 1999 im letzten Jahr „Einbußen von gut zwei Prozent“ verzeichnen müssen. Auf der Grundlage der bedeutet das einen Umsatzfehlbetrag von mindestens 100 Millionen Mark. Stein führt den Rückgang vor allem auf den gestiegenen Absatz von bespielbaren CDs (CD-R und CD-RW) zurück. Nach internen Verbandsschätzungen verdoppelte er sich im Jahr 2000 gegenüber 1999 nahezu auf über 100 Millionen verkaufter Einheiten. Außerdem bescheinigte Stein dem Tonträgerfachhandel mangelnde Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln. Nicht alle Händler würden mit dieser Haltung überleben können, sagte Stein, ergänzte jedoch, dass der Fachhandel auch im Musikgeschäft der Zukunft benötigt werde.