“Unsere Zielrichtung geht dahin, auf Budget-Ebene die gleiche Palette an Produkten anzubieten wie die Majors im Hochpreis-Segment“, betont Philippe Sautot, geschäftsführender Gesellschafter von Delta Music. Delta setze auch deshalb ganz auf die Vielfalt des Angebots von Volksmusik und Schlager bis Rock, Jazz, Weltmusik und Klassik, da das Unternehmen nicht wie die Majors in jeder Sparte ein oder zwei Produkte habe, die als Lokomotive für den Rest fungieren könnten. „Wir versuchen, 50 bis 60 Prozent unseres Programms weltweit zu vertreiben“, bekräftigt Sautot.
Dies geschehe von drei Zentren aus: der Mutterfirma Delta Music in Frechen bei Köln und den „autarken“ Tochterfirmen Delta Inc. in den USA und Delta Ltd. in Großbritannien. In Deutschland veröffentlicht Delta im Schnitt zehn bis 15 neue Titel monatlich auf seinen angestammten Budget-Labels Laserlight und Music Digital beziehungsweise dem im Jahr 2000 hinzu gekommenen Midprice-Label Delta #1. Außerdem gehört zu Delta noch das Klassik-Hochpreis-Label Capriccio.
Zu den Errungenschaften des Unternehmens, das in Frechen rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, zählt Sautot, dass Delta Mitte der 80er Jahre eine der ersten Plattenfirmen war, die den Umstieg von Vinyl auf CD vollzog. „Zudem haben wir schon damals günstige CDs für 20 Mark angeboten.“ Die Delta-Produkte finden sich sowohl im klassischen Tonträgerhandel, aber auch in Verbrauchermärkten und anderen non-traditional Outlets. „Dabei achten wir darauf, nicht zeitgleich die selben Sachen auf beiden Vertriebsschienen anzubieten.“
Zu den aktuellen Delta-Veröffentlichungen im Februar zählen die Box „My Way“ von Tom Jones mit 54 Aufnahmen des „Tigers“ auf drei CDs, das Zweier-Set „Living Next Door To Alice“ mit gesammelten Hits von Smokie und ein Zwei-CD-Sampler von Schlagerstar Bernhard Brink. Ebenfalls neu im Repertoire sind die Einzel-CDs „The Very Best Of The Lords“ mit „Poor Boy“ und weiteren Hits der deutschen Beat-Combo sowie „Sing For The Day“ von der George Baker Selection. Im Compilation-Bereich sind die Dreier-Box „Hits Of The 70″s“ mit Knüllern von Carl Douglas, Lobo und den Rubettes und die Filmmusik-Kollektion „Western Movie Themes“ aktuelle Schwerpunkte. Exotische Klänge aus Fernost serviert die Doppel-CD „Koto Music Of Japan“.
Da der deutsche Markt weiter stagnieren werde, will Delta laut Sautot das internationale Geschäft ausweiten und plant in diesem Zusammenhang den Aufbau von Vertretungen in Hongkong und Japan. Zudem wolle Delta wie mit Capriccio auch in anderen Segmenten „kontrolliert in den High-Price-Bereich gehen“ und künftig sowohl mit Compilations wie im One-Artist-Segment vermehrt mit exklusiven Produktionen aufwarten.




