Bemerkenswerte Stabilität herrscht an der Spitze der deutschen Charts. Bei den Longplayern und bei den Compilations gibt es auf den Medaillenplätzen keinerlei Veränderungen. Bei den Singles sind gar die ersten vier Positionen identisch zur Vorwoche. Den bemerkenswertesten Einstieg verbucht die britische Band Radiohead, denen die Fans auch auf den experimentellen Exkursen ihres Albums „Kid A“ folgen und die Platte direkt auf Rang vier hieven. In Großbritannien übernehmen Thom Yorke und Co. die Spitze und stoßen damit Madonna vom Thron.
Einen doppelten Einstieg bei den Alben feiert der singende Schauspieler Manfred Krug. Die CD „Schlafstörung“ (Amiga/BMG Berlin), seine Kollaborotion mit Jazz-Trompeter Till Brönner, platziert sich auf Rang 41, der Longplayer „Deutsche Schlager“ (Warner Special Marketing) debütiert auf Platz 48 ebenfalls in den Top 50. Gemeinsam mit seinem TV-Kollegen Charles Brauer hatte Krug in diesem Jahr bereits mit der Sammlung „Tatort – Die Songs“ für Furore gesorgt, die es bisauf Rang neun brachte.
Mit fünf Live-Alben auf einen Schlag entert Pearl Jam die amerikanischen Longplay-Charts. Die Band stellt damit einen einsamen Rekord auf, denn nie zuvor in der US-Hitlisten-Historie platzierte ein Act gleichzeitig mehr als ein Live-Album in den Billboard 200. Für die Bestmarke verantwortlich sind die Konzertmitschnitte „16/6/00: Spodek, Katowice, Poland“ (Platz 103), 22/6/00: Fila Forum Arena, Milan, Italy (125), „20/6/00: Arena Di Verona, Italy“ (134), „30/5/00: Wembley Arena, London, England“ (137) und „26/6/00: Sporthalle, Hamburg, Germany“ (175). Da die Mannen um Eddie Vedder insgesamt 25 Live-Dokumente auf einmal veröffentlichten, könnte die Band ihren Rekord demnächst noch steigern.
In Großbritannien stürmen All Saints mit „Black Coffee“ von null auf eins – von den letzten sechs Singles des Damenquartetts ist dies die fünfte, der dieses Kunststück gelingt.
Als erste Country-Formation errangen die Dixie Chicks in den USA einen Diamond Award für mehr als zehn Millionen verkaufte Exemplare des Albums „Wide Open Spaces“. Wie die Recording Industry Association of America (RIAA) meldet, verbuchten bislang mit Garth Brooks, Kenny Rogers und Shania Twain nur drei weitere Country-Acts Longplayer mit Diamant-Status auf der Habenseite. Mehr als sieben Millionen Abnehmer in den Staaten fanden laut RIAA die Alben „The Marshall Mathers LP“ von Rapper Eminem und „Oops!… I Did It Again“ von Pop-Prinzessin Britney Spears. Der Longplayer „Crush“ hat wie auch alle sieben Vorgänger-Alben von Bon Jovi Platin in den Staaten erreicht. Erfolgreichstes Werk der Mainstream-Rocker war das Album „Slippery When Wet“ (1986) mit Diamant-Status.






