Die früheren Bewohner des „Big Brother“-Containers feiern weiter fröhliche Urstände in den deutschen Charts. Unter den Top 100 der Singles platzieren sich allein fünf Titel von Protagonisten der Fernseh-WG. Zlatko & Jürgen verteidigen mit „Großer Bruder“ Rang zwei. Ebenfalls im Duett sind Andrea & John mit „Gewinner“ auf Position 40 neu im Rennen. Es folgt Verena mit der Frage „Ist das alles?“ (46), die Alex feat. Faray mit „Ich will nur dich“ (49) und Zlatko mit „Ich vermiss‘ dich… (wie die Hölle)“ (51) verneinen. Zlatkos Album, „Ich bleibe wer ich bin“, liegt bei den Longplayern auf Platz zwölf. In MUSIKWoche 28/2000 prognostizierte Sascha Mayer, A&R und Produktmanager von Virtual Volume, dass sein Unternehmen als erste Internet-Firma die Charts stürmen werde. Er hatte recht: Die Gruppe Gallery entert mit „Blue (A Rock Alternative)“, einer Rock-Adaption des Dance-Hits von Eiffel 65, die Hitliste auf Rang 62 (in Kooperation mit TIS/WSM/eastwest). Den höchsten Neueinstieg bei den Longplayern verbucht die Gruppe UFO mit Covenant (SPV). Die erste Notierung in Deutschland hatte die Hardrock-Institution 1972 mit der Langspielplatte „Live“, 1975 kam das Album „Force It“ bis auf Position 35. Europaweit sind The Corrs mit dem Album „In Blue“ das Maß aller Dinge. Die CD schießt in den Euro-Charts von 75 auf eins. Die irischen Geschwister katapultierten sich in Deutschland, Großbritannien, Irland, der Schweiz und Österreich direkt an die Spitze. Auch in Schweden führen sie die Hitliste an, während sie in Frankreich, Spanien und Norwegen jeweils Platz zwei einnehmen. Ein turbulenter Tummelplatz in Sachen Action und Dynamik bleiben auch im Hochsommer die britischen Singles-Charts. Hier schafft 2-Step-Star Craig David mit „7 Days“ zum zweiten Mal in diesem Jahr den Sprung von null auf eins nach dem Triumph mit dem Titel „Fill Me In“. Rang zwei auf der Insel erreichte er Ende letzten Jahres zusammen mit Artful Dodger mit dem Song „Re-Rewind The Crowd Say Bo Selecta“. Und wiederum mit Artful Dodger und Robbie Craig lancierte er erst kürzlich mit „Woman Trouble“ auf Rang sechs einen weiterer Top-Ten-Knüller. In den USA übernimmt die Compilation „Now That’s What I Call Music 4“ mit Beiträgen von den Backstreet Boys, Britney Spears und Jennifer Lopez auf Anhieb die Führung der Billboard-Charts. Dies ist ein Novum in der Geschichte der amerikanischen Hitliste, in der bislang noch nie ein Album mit zuvor bereits veröffentlichten Hits aus dem Stand Platz eins erreichte. Auch die vorigen Folge der Serie waren in den Top Ten. Ausgabe eins kam Anfang 1999 auf Platz zehn, „Now That’s What I Call Music 2“ debütierte im gleichen Jahr auf Rang drei. Nummero drei stieg Anfang dieses Jahres bis auf Rang vier.
Charts KW32: Ufo-Landung und virtuelle Lautstärke
Der anhaltende „Big Brother“-Boom, ein Novum und ein Comeback liefern deutsche Charts-Schlagzeilen. In Großbritannien regiert derweil ein neuer Charts-Krösus.






