Die saisonbedingte Zurückhaltung der Industrie in Sachen namhafte Neuveröffentlichungen macht sich in dieser Sommerwoche deutlich bemerkbar. Die deutschen Charts präsentieren sich recht statisch ohne Direkteinstiege ins Vorderfeld oder spektakuläre Sprünge. Bei den Longplayern gibt es gar auf den ersten sechs Positionen keinerlei Veränderungen gegenüber der Vorwoche. Und Platz 28 genügt „Big Brother“-Star Zlatko mit seinem Debütalbum, „Ich bleibe wer ich bin“ (BMG Berlin), für den Ehrentitel „höchster Neueinsteiger“. Weniger vom Sommerloch betroffen ist der Compilations-Markt. So finden sich in den Top 30 der Kopplungen mit neun Neuplatzierungen ebenso viele neue Titel wie in den Top 100 Longplay. In einer kumulierten Hitliste beider Charts wären alle 30 Compilations locker unter den ersten 100 dabei. Erfolgreichstes Label im Compilation-Segment ist momentan Polystar mit neun Notierungen unter den ersten 30, davon allein sechs in den Top Ten (inklusive Joint Ventures). Gut im Geschäft sind auch Soundtracks. So verteidigt in der Longplay-Hitliste das Album „Romeo Must Die“ Platz sechs, während sich „Mission: Impossible 2“ von 19 auf zehn verbessert. Rang 29 nehmen die Melodien aus „Gladiator“ von Hans Zimmer und Lisa Gerrard ein. Weitere Filmmusik-CDs finden sich auf den Plätzen 84 („Crazy“) sowie 90 („Eiskalte Engel“). Im Zuge der Deutschland- Tournee der Club-Mitglieder Ibrahim Ferrer und Ruben Gonzalez klettert der Buena Vista Social Club mit gleichnamigem Album von 21 auf 14. Die Platte ist mit 72 Wochen momentan der langlebigste Titel in den Top 100. Auf mehr als ein Jahr Charts-Präsenz verweisen können auch Ricky Martin mit der CD selbigen Namens mit 58 Wochen (Platz 83), die Red Hot Chili Peppers mit „Californication“ mit 55 Wochen (Rang elf) sowie Santana mit „Supernatural“ mit 54 Wochen (Position sieben). Ihre Premiere in den Charts feiert die Plattenfirma Groove Attack mit „Splash! Allstars Event Album“, dem Longplayer zum HipHop-Festival „Splash! 2000“, auf Rang 69. In den Euro Charts verteidigt Bon Jovi weiterhin die Führung bei den Singles („It’s My Life“) und den Alben („Crush“). Doch Gefahr droht von Eminem. Der Rapper klettert mit „The Marshall Mathers LP“ sowie der Maxi „The Real Slim Shady“ jeweils auf Platz zwei. *Auf Duette spezialisiert hat sich Whitney Houston. So rangiert sie in Deutschland im Verbund mit George Michael auf Rang 62 mit dem Song „If I Told You That“. In den USA hingegen verbucht sie Charts-Notierungen gemeinsam mit Enrique Iglesias („Could I Have This Kiss Forever“ auf 59) sowie mit Deborah Cox („Same Script, Different Cast“ auf 70).
Charts KW29: Konditionsstarker Kuba-Clan
Im Sommerloch schneiden Compilations und Soundtracks überdurchschnittlich gut ab. Immer noch Erstaunliches leistet der Buena Vista Social Club.



