In den deutschen Longplay-Charts gelingt R.E.M. mit „Reveal“ in der dritten Woche der Sprung auf Platz eins. Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills landen damit den ersten Spitzenreiter des Jahres für WEA. Für die Band ist es die dritte Nummer eins in Folge nach den CDs „New Adventures In Hi-Fi“ (1996) und „Up“ (1998). Davor hatte die Formation kurioserweise eine Serie mit drei Nummer-zwei-Alben hintereinander, nämlich mit „Out Of Time“ (1991), „Automatic For The People“ (1992) und „Monster“ (1994).
Zwei „Kapitäne“ der deutschen Charts der 90er Jahre feiern derzeit ihr Comeback. So ist Captain Jack mit „Iko Iko“ Neueinsteiger bei den Singles auf Rang 29. 1995 verbuchte er mit dem Song „Captain Jack“ eine Nummer drei, der Nachfolger „Drill Instructor“ brachte es 1996 auf Rang vier. Auf Position 72 liegt Captain Hollywood mit der Maxi „Danger Sign“. Mit dem Captain Hollywood Project hatte er 1992 eine Nummer eins mit „More And More“. 1993 verbuchte er mit „Only With You“ eine Notierung auf vier. Bereits in den Achtzigern fanden sich musikalische Captains in den Singles-Charts. Das Duo Captain & Tennille kam mit der Schmusenummer „Do That To Me One More Time“ anno 1980 bis auf Platz 33. 1982 folgte Spaßvogel Captain Sensible mit der Single „Wot“, die Platz vier als höchste Position erreichte.
Zu den aktuellen Abräumern gehören die Gorillaz, die virtuelle Band der Cartoonfiguren von Jamie Hewlett. Die Single „Clint Eastwood“ rangiert auf Position zwei, das Album „Gorillaz“ verbessert sich von zehn auf sechs. Als Sänger und Gitarrist für die Formation fungiert Damon Albarn. Mit dem Gorillaz-Album egalisiert er nun die höchste Position seiner Band Blur, die mit „13“ 1999 ebenfalls Rang sechs erreichte. Bei den Singles ist „Clint Eastwood“ mit Abstand der erfolgreichste Track mit Albarns Stimme in Deutschland. Erfolgreichster Blur-Song war „Beetlebum“ 1997 auf Rang 85.
In den USA stürmt mit „Break The Cycle“ von Staind nach „Lateralus“ von Tool erneut ein Hard-Rock-Album von null auf eins. Laut SoundScan setzte das Staind-Album in der Startwoche 716.000 Exemplare ab – das zweitbeste Ergebnis in diesem Jahr nach „Everyday“ von der Dave Matthews Band (733.000).






