Charts KW18: Der Boss reüssiert live zum dritten Mal

Diverse Filmmusiken sowie Bruce Springsteens Live-Mitschnitt aus New York und weitere Alben mit Amerika-Bezug im Titel liegen im Trend. Einen langen Atem in den Euro-Charts demonstriert Dido.

In einer ereignisarmen Woche finden sich mit „Restart“ von Brooklyn Bounce auf Rang 24 und „Napoli Adieu“ von Monika Martin auf Platz 94 lediglich zwei Neueinsteiger in den deutschen Longplay-Charts. Allgemeinen Aufwind verspüren hier Soundtracks. So klettert das Album zum Kinoerfolg „Save The Last Dance“ von Position acht auf vier, was zugleich die höchste Charts-Platzierung in diesem Jahr für einen Tonträger aus dem Hause edel bedeutet. Ebenfalls nach oben geht es für die musikalischen Beigaben zu den Kinofilmen „Chocolat“ (von 34 auf 30) und „Coyote Ugly“ (von 56 auf 47). Nach der Erstausstrahlung des Films im Free-TV auf SAT.1 ist der Longplayer zu Joseph Vilsmaiers „Comedian Harmonists“ als Neueinsteiger auf Rang 66 zurück im Charts-Geschehen. Zu guter Letzt verbessert sich auch der Soundtrack zum Oscar-Abräumer „Gladiator“, den Hollywood-Komponist Hans Zimmer gemeinsam mit der Sängerin Lisa Gerrard von Dead Can Dance produzierte, von 75 auf 68.

Von Platz 15 auf neun klettern Bruce Springsteen & The E Street Band mit „Live In New York City“. Der Boss verbucht damit übrigens schon seinen dritten Charts-Erfolg in Deutschland mit einem Tonträger mit Konzertaufnahmen. Die opulente Box „Live 1975 – 1985“, die ebenfalls Auftritte mit der E Street Band dokumentiert, eroberte 1986 Platz acht. Ohne seine Stammformation entstand das Album „In Concert – MTV Plugged“, das anno 1993 bis auf Rang 19 kam.

Nicht nur Springsteen und seine Combo, sondern auch Dieter Bohlen und Thomas Anders alias Modern Talking richten den Blick mit dem Titel ihres aktuellen Albums gen „America“ (Platz zehn). Dies tut auch Mark Knopfler, der mit „Sailing To Philadelphia“ einen Trip an die Ostküste empfiehlt (Rang 76), während die Red Hot Chili Peppers mit „Californication“ ihrem Heimatstaat am Pazifik ihre Reverenz erweisen (Platz 82). Noch einen Rang besser als die scharfen Kalifornier liegt eine Band aus Schottland, die sich nach einem US-Staat nennt: Texas mit „Greatest Hits“.

Dido beweist mit ihrer CD „No Angel“ bemerkenswerte Hartnäckigkeit: Das Album liegt in den Euro-Charts jetzt schon zehn Wochen vorn und startet zudem in Deutschland mit einem Sprung von sechs auf zwei einen neuerlichen Angriff auf den Charts-Thron.