MP3.com habe sehr wohl vorsätzlich gegen geltendes Urheberrecht verstossen, erklärte Edgar Bronfman Jr., CEO von Seagram und letzter verbliebener Kläger im Prozess gegen den Online-Musikdienst , in seiner Aussage vor einem New Yorker Bundesgericht. Zwar war die Zeugenaussage Bronfmans nur kurz – Richter Jed Rakoff hielt die Meinung des Konzernchefs für wenig relevant – doch der Seagram-Chef ließ keinen Zweifel an der Auffassung seines Unternehmens: Er bezweifle, dass die Firma MP3.com „zufällig 80.000 CDs gekauft hat“, um sie dann in ihren digitalen Online-Katalog my.mp3.com einzuspeisen. Seagrams Musikarm Universal Music Group ist der einzige große Konzern, der noch keine außergerichtliche Einigung mit MP3.com erzielte. Für Schadensersatz- und Lizenzabkommen mit BMG, EMI, Sony Music und Warner Music gab MP3.com inzwischen geschätzte 150 Millionen Dollar aus. MP3.com gab im Laufe des Prozesses an, Seagram wolle sich nur deshalb nicht außergerichtlich einigen, weil der Konzern mit seiner eigenen Online-Strategie MP3.com vom Markt verdrängen will. Diesen Einwand wies Richter Rakoff als unhaltbar zurück.
Bronfman sagt gegen MP3.com aus
MP3.com habe sehr wohl vorsätzlich gegen geltendes Urheberrecht verstossen, erklärte Edgar Bronfman Jr., CEO von Seagram und letzter verbliebener Kläger im Prozess gegen den Online-Musikdienst, in seiner Aussage vor einem New Yorker Bundesgericht.





