Dieser Trend bestätigt auch die optimistische Vorhersage von PhonoNet-Geschäftsführer Wolfgang Geisel, auch wenn die Zahl der Handelsteilnehmer gesunken ist. „Die Daten kennzeichnen den aktuellen Prozeß, daß kleinere Händler vermehrt aufgeben müssen“, so Geisel. Obwohl sich die Zahlen der Teilnehmer aus Industrie und Handel im Vergleich zu 1994 mehr als verdoppelt haben, ist die der Handelspartner von 1997 auf 1998 um 38 zurückgegangen. Eine Tendenz, die sich laut Geisel fortsetzen wird: „Der mittelständische Plattenhandel hat Schwierigkeiten. Generell rechne ich mit immer weniger Handelsteilnehmern.“ Deren Zahl ist allerdings nicht gleichbedeutend mit der Zahl der Outlets. So zählt zum Beispiel die Karstadt AG als ein Teilnehmer, auch wenn dahinter viele verschiedene Verkaufstellen stehen.
Das erklärt auch die von 1997 auf 1998 trotz des Umsatzrückgangs der Branche leicht gestiegene Zahl der Auftragspositionen, die sich in den Jahren zuvor immerhin noch verdreifacht hatten. Hier werden allerdings nicht die Stückzahlen erfaßt, sondern nur die Bestellaufträge. Dabei kann es sich um eine einzelne Maxi-CD handeln oder um einen Karton „Bravo-Hits“. Ein Erfolg ist der Start der Music Info Disc (MID). Diese CD-Rom, erstellt und vertrieben von PhonoNet und der Industrie, dient als Gesamtkatalog für den Kunden und seit März ist zum Budget-Preis von fünf Mark in den Läden. Der Prokurist von PhonoNet, Carl Dörwald, über die MID: „Die Resonanz ist sehr positiv. In den ersten Wochen hat der Handel fast 120.000 Stück verkauft. Auch die Reaktion der Kunden weist auf ein sehr aktives Interesse hin.‘





