53 Niederlassungen der Promarkt-Kette werden an Kingfisher verkauft

Für knapp 200 Mio. Mark werden 53 Filialen der Elektromarkt-Kette Promarkt an den britischen Handelskonzern Kingfisher plc verkauft. Betroffen sind die von der Wegert Verwaltungs-GmbH betriebenen Märkte. Die 49 Promärkte, die von der Rewe-Gruppe betrieben werden, bleiben von dem Geschäft unberührt.

Wie das Unternehmen in London mitteilte, wird Kingfisher die Mehrheit der Promarkt-Betreibergesellschaften Wegert Verwaltungs-GmbH und Promarkt Holding GmbH übernehmen. Für insgesamt 60 Prozent der Wegert Verwaltungs-GmbH werde Kingfisher 148,5 Mio. Mark plus die seit Jahresbeginn angefallenen Zinsen an Michael und Matthias Wegert zahlen, die gleichzeitig Kingfisher eine bis 2008 laufende Option für die restlichen Anteile an der GmbH einräumen. Eine Mio. Mark werde für die Profinanz GmbH an die Wegert-GmbH überwiesen. Nach der Übernahme der Wegert-GmbH durch Kingfisher wird erstere die Promarkt Holding übernehmen und den derzeitigen Anteilseigner, die Phora-Wessendorf-Holding, mit 43 Mio. Mark auszahlen. Die beiden GmbHs sollen dann zusammengeführt werden.

Kingfisher betreibt im Vereinigten Königreich bereits die Elektromarkt-Kette Comet mit über 250 Outlets sowie mehrere andere Einzelhandelsketten wie Woolworth’s. Im letzten Jahr setzte das Unternehmen 5,815 Mrd. Pfund um und erwirtschaftete damit einen Vorsteuergewinn von 389 Mio. Pfund.

Die Rewe-Gruppe, die im letzten Jahr knapp eine Milliarde Mark Umsatz mit ihren 49 Promärkten gemacht hat, zeigt sich hinsichtlich der Expansion von Kingfisher gelassen. „Es muß sich erst einmal zeigen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Kingfisher und Wegert gestaltet“, meint Pressesprecher Wolfram Schmuck angesichts möglicher Konsequenzen für Rewe.