2000 Outlets bündeln Kräfte

Am 3. Mai konstituierte sich der neue Handelsverband Musik und Medien e.V. (HAMM). Er vertritt Handelsformen vom Fachgeschäft bis zum Großhändler.

Somit verfügt der deutsche Tonträgerhandel über eine neue, starke Stimme gegenüber der Musikindustrie. Unter dem Vorsitz von Wolfgang Orthmayr (Geschäftsführer WOM) versammelt der Verband rund 2000 Geschäfte unter seinem Dach – mit einem Marktanteil von über 50 Prozent des deutschen Tonträgermarkts. Im Gespräch mit MUSIKWoche erklärte Orthmayr: „Unser wichtigstes Ziel ist es, dem Kunden den Kauf und Besitz von Musik wieder näher zu bringen.“ Außerdem will HAMM die Mitglieder gegenüber Herstellern und Behörden vertreten, die Entwicklung der Branche mitgestalten und unlauteren Wettbewerb verfolgen. Zum Orthmayrs Stellvertreter wählten die Gründungsmitglieder Gerhard Kramer (Prokurist Müller). Den Vorstand komplettieren Uwe Imhof (Geschäftsführer aMM), Alexander Wessendorf (Geschäftsführer TMI) und Alfred Beck (Regional Manager HMV). Zu den Gründungsmitgliedern gehören zudem AMS und jpc. Laut HAMM können drei weitere große Handelsgruppen dem Verband aus formalen Gründen nicht beitreten, wollen die Organisation aber dennoch unterstützen. Orthmayr erklärte, HAMM strebe die Mitgliedschaft im internationalen Handelsverband GERA an und wolle „auf keinen Fall in Konkurrenz zum Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte treten“. Er betonte, dass die Stimme der GDM-Mitglieder durch die Beteiligung von aMM nun doppeltes Gehör findet.