“Capriccio ist ein ambitioniertes Hochpreis-Label, das Nischen-Programme, Raritäten, Erstaufnahmen und Wiederentdeckungen anbietet, die die Majors nicht abdecken“, betont Gregor Chanteaux, zuständig für Produktmanagement und Pressebetreuung. Schwerpunkte seien etwa Alte Musik, unbekannte Opern, eine Kurt-Weill-Edition mit Studio- und Live-Aufnahmen des WDR oder Ersteinspielungen von Schostakowitsch-Werken.
Das Label hat bekannte Künstler wie Trompeter Reinhold Friedrich oder Countertenor Jochen Kowalski langfristig unter Vertrag. Capriccio-Produktionen ernteten zahlreiche Ehrungen, darunter 14-mal den Preis der deutschen Schallplattenkritik und neunmal den Deutschen Schallplattenpreis beziehungsweise Echo Klassik. Neben anspruchsvoller Klassik haben aber auch „gehobene Unterhaltungsmusik“ mit Filmmusiken von Franz Grothe oder Theo Mackeben oder traditionellem Chorgesang ihren Platz bei Capriccio – laut Chanteaux ebenfalls Themen, die bei den meisten anderen Firmen „durch den Rost fallen“.
Den Geburtstag feierte das Label unter anderem mit einem Live-Auftritt des Petersen-Quartetts im Pariser Louvre. Damit demonstriere Capriccio laut Chanteaux seine internationale Ausrichtung. Der Auslandsvertrieb erfolgt über Delta Inc. in den USA, Delta Ltd. in Großbritannien und verschiedene Partner in anderen Ländern. In Deutschland hat Delta Music den Vertrieb vom langjährigen Partner EMI Classics wieder selbst übernommen.
Aktuelle Repertoire-Highlights sind zum Verdi-Jahr eine Doppel-CD mit gesammelten Opernchören des Meisters sowie die CD „La Diva – Best Of“ von der skurrilen Opernparodistin Natalie Choquette. Ein ehrgeiziges Projekt verfolgt Capriccio ab Frühjahr mit einer Edition, die zeitgenössische Musik einem jüngeren Publikum näher bringen soll – zum Beispiel Schönbergs Kammermusik-Adaptionen von Mahler- und Bruckner-Sinfonien.




