Die Kurt-Weill-Foundation in New York hat der Band Slut bis auf weiteres untersagt, ihr Album „Die Dreigroschenoper“ zu veröffentlichen. Die Stiftung gab lediglich grünes Licht für die Veröffentlichung von fünf von Slut gespielten Stücken aus dem berühmten Werk von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Insgesamt hatte die Ingolstädter Band dreizehn Interpretationen für das für Ende Juni geplante Album vorgesehen.
Der Virgin-Act nimmt es pragmatisch und bringt nun zunächst eine Mini-CD mit fünf Titeln auf den Markt. Sämtliche Versuche des Managements, doch noch eine Erlaubnis für die Veröffentlichung des kompletten Albums zu bekommen, blieben erfolglos. Stattdessen flatterte eine erneute Unterlassungserklärung in die Hände des Managers Tobi Hach. Auch der geplante Titel „Kleine Dreigroschenoper“ für die Mini-CD fand bei der Stiftung keine Genehmigung. Das Werk soll nun „Musik aus der Dreigroschenoper“ heißen, sagte Hach im Gespräch mit MusikWoche. Eventuell müssen sogar noch die Autoren im Titel genannt werden.
Die Kurt-Weill-Foundation vertritt die Urheberrechte an den Werken Weills. Diese erlöschen erst im Jahr 2020, 70 Jahre nach dessen Tod. Jede Neueinspielung von Weills musikalischen Werken bedarf einer Erlaubnis seitens der Stiftung.






