Recorded & Publishing

Warner Music verpasst ADA neue Strukturen

Die Warner Music Group zieht bei ihrer Dienstleistungstochter eine neue Zwischeneben ein. Howard Corner, der seit 2013 die Geschicke der britischen ADA-Niederlassung lenkt, übernimmt dabei zusätzlich die neu geschaffene Position als Head of ADA für die EMEA-Region.

Bei der Warner Music Group (WMG) beschreibt man die Umbauten als „bedeutende strategische Expansion“ von ADA. In dieser Sparte bündelt der Musikmajor seine Dienstleistungsangebote in den Bereichen Vertrieb sowie Artists- und Label-Services. Unterm Strich fasst die WMG nunmehr das Europageschäft in diesem Segment sowie jüngere Zukäufe in Nahost und Afrika unter einem neu formierten EMEA-Dach zusammen. 

Im Zuge dieser Maßnahmen kündigt die WMG an, die mit der Übernahme von Revelator erst im Frühjahr eingekauften Technologien nun ins ADA-Angebotsportfolio zu integrieren. Außerdem führt man regionale Zukäufe im Vertriebsbereich unter der Kernmarke ADA zusammen. Das betrifft zum Beispiel in Afrika das 2025 gänzlich übernommene Unternehmen Africori sowie das 2022 übernommene Qanawat Music. Beide Firmen sollen künftig unter den Namen ADA x Africori beziehungsweise ADA x Qanawat Music firmieren. Mit diesen Maßnahmen wolle man die regionalen Aktivitäten von ADA massiv ausbauen, heißt es aus dem Hause Warner Music.

Als Head of ADA EMEA übernimmt Howard Corner mit sofortiger Wirkung die Leitung der neu formierten Sparte; seine derzeitige Funktion als Managing Director von ADA UK behält er bei. Unter anderem soll er sich um den Aufbau einer EMEA-weiten A&R- und Vertriebsstruktur kümmern. Vom Dienstsitz in London aus berichtet Corner an Simon Robson, der bei der WMG als President Recorded Music für die EMEA-Region fungiert.

„Durch die Integration der wegweisenden Technologie von Revelator sowie die offizielle Aufnahme von ADA x Africori und ADA x Qanawat Music in unsere Familie schaffen wir einen unvergleichlichen, technologiegestützten Partner für die Independent-Szene“, wirbt Howard Corner. Die EMEA-Region sei „reich an herausragenden unabhängigen Talenten und unternehmerisch denkenden Labels, die einen Partner suchen, der ihre Vision weltweit skalieren kann, ohne dabei die lokale Agilität zu opfern“.

Hierzulande hatte das ADA-Team erst jüngst den Abschluss eines Vertriebsdeals mit dem neuen Label AIM Music von Musikmanager Patrick Thiede verkündet.